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Das dritte Gipfeltreffen innerhalb kurzer Zeit endete mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung Das dritte Gipfeltreffen innerhalb kurzer Zeit endete mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung  (ANSA)

Koreas Bischöfe begrüßen erfolgreiches Gipfeltreffen

„Ein Geschenk für alle Koreaner“ soll nach Hoffnung des Erzbischofs von Seoul und Apostolischen Administrators von Pjöngjang, Kardinal Andrew Yeom Soo-jung, die an diesem Mittwoch unterzeichnete „Erklärung von Pjöngjang“ darstellen. Bei einem Gipfeltreffen hatten sich die Staatsoberhäupter Nord- und Südkoreas auf weitere Annäherung und einen Abbau des atomaren Arsenals auf der Halbinsel verständigt.

„Wir haben uns darauf geeinigt, die koreanische Halbinsel zu einem Land des Friedens zu machen, das frei von Nuklearwaffen und nuklearer Bedrohung ist“, sagte Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un am Mittwoch vor der Presse. Die Vereinbarung sieht neben einer generellen Entspannung der Situation an der gemeinsamen Grenze offensichtlich vor, dass Nordkorea seine wichtigste Atomanlage in Yongbyon schließen wird. Außerdem wollten sich die beiden Koreas gemeinsam um eine Ausrichtung der Olympischen Spiele 2032 bewerben, hieß es. Nähere Details zu den geplanten Abrüstungen wurden noch nicht bekannt gegeben, allerdings wollen die beiden Nachbarstaaten zum 1. November Militärmanöver nahe der Grenze aussetzen. Ziel sei eine fortschreitende Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Koreas.

Unterdessen hatten die Bischöfe ihre Freude über den gelungen Gipfel ausgedrückt, den sie als „Erfolg“ bezeichneten. „Die katholische Kirche in Korea wird weiterhin das Evangelium des Friedens verkünden und für den Frieden und die Wohlfahrt der Halbinsel beten“, heißt es in einer Mitteilung, die die Bischofskonferenz im Anschluss an das Treffen veröffentlicht hatte. Wie Kardinal Andrew Yeom Soo-jung auf Anfrage der vatikanischen Nachrichtenagentur Fides betonte, bitte er „das gesamte Gottesvolk auf der ganzen Welt, für Frieden und Versöhnung auf der koreanischen Halbinsel zu beten.“ Er hoffe darauf, „dass bald der Tag kommen möge, an dem die Schwestern und Brüder aus Nord und Süd zusammenkommen und erneut gemeinsam die Eucharistie feiern können.“

(fides - cs)

19 September 2018, 17:19