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Russland: Katholische Priester besuchen Moskau

Junge katholische Priester aus Italien, Spanien, Frankreich, der Tschechischen Republik und Rumänien nehmen derzeit wieder in Russland an einem „Summer Course“ teil, wie er seit mehreren Jahren abwechselnd in Rom und Moskau stattfindet. Ziel des „Summer Course“ ist es, jungen katholischen und orthodoxen Priestern eine „Innensicht“ der jeweils anderen Kirche zu vermitteln.

Die jungen katholischen Priester werden vom Bischof von Saint-Die, Didier Berthet, begleitet, der die Ökumene-Kommission der Französischen Bischofskonferenz leitet, sowie von P. Hyacinthe Destivelle, der im Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen für die Beziehungen zur slawischen Orthodoxie zuständig ist. Der Dominikanerpater war früher Pfarrer in St. Petersburg.

Auf dem Programm der jungen Priester stehen Besuche in den verschiedenen Abteilungen des Heiligen Synods des Moskauer Patriarchats, an den Heiligen Stätten der russischen Hauptstadt, im Dreifaltigkeitskloster in Sergijew Posad (wo sich die wichtigsten theologischen Ausbildungsstätten der russischen Kirche befinden) sowie in Nowgorod und St. Petersburg. Die Priester-Delegation aus West- und Ostmitteleuropa trifft mit leitenden Persönlichkeiten der russischen Kirche zusammen.

Finanziert wird der „Summer Course“ gemeinsam von der russischen Stiftung „Ruskij Mir“ – der unter anderem Metropolit Hilarion (Alfejew) und der russische Außenminister Sergej Lawrow angehören – und die in Rom beheimatete amerikanische Stiftung „Urbi et orbi“. Gründer von „Urbi et orbi“ ist der Chefredakteur des Magazins „Inside the Vatican“, Robert B. Moynihan. Er ist mit Metropolit Hilarion einer Meinung, dass es notwendig sei, eine „strategische Allianz“ zwischen Katholiken, Orthodoxen und anderen Christen zu schaffen, um das Welt- und Menschenbild des Evangeliums in der Welt von heute gemeinsam zu vertreten.

(kap - mg)

30 August 2018, 13:34