Beta Version

Cerca

Vatican News
Papst Franziskus besucht das frühere Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Papst Franziskus besucht das frühere Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau  (Vatican Media)

Auschwitz: Europäischer Workshop leistet Versöhnungsarbeit

Beim neunten Europäischen Workshop zum Umgang mit der gewaltbelasteten Vergangenheit von Auschwitz hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick daran erinnert, dass Versöhnung den Glauben an einen grundsätzlich guten Menschen brauche. Der Workshop ist ein jährlicher Beitrag der Maximilian-Kolbe-Stiftung zum internationalen Dialog und zur Konfliktbearbeitung.

Erzbischof Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, sagte in seiner Predigt zum Abschluss des Workshops: „Der Glaube an die Gottesebenbildlichkeit des Menschen ist die Basis dafür, dass Versöhnung überhaupt zwischen Menschen möglich ist. Wer nicht an das Gute im Menschen glaubt, wird nicht für Versöhnung wirken.“

Vorurteile überwinden

 

Zugleich sei die Überwindung von Vorurteilen über einzelne Menschen, aber auch über Völker und Nationen für Versöhnung unbedingt notwendig. „Die Basis für jeden Dialog der Wahrheit und der Liebe, um Versöhnung zu erreichen, ist die Anerkennung der Gleichheit aller Menschen, die sich auch alle nach Gerechtigkeit, Frieden, Solidarität und Harmonie sehnen“, sagte Erzbischof Schick.

Kirche muss Zeugnis geben 

 

Auch die Kirche stehe vor der Herausforderung, sich nicht nur thetorisch an die Seite der Opfer des Nationalsozialismus zu stellen, sondern ein praktisches, bisweilen schmerzhaftes Zeugnis der Gewaltüberwindung zu geben. Die Heiligen Maximilian Kolbe und Edith Stein seien in dieser Hinsicht Mahnung und Ermutigung.

Internationales Treffen 

 

Die 30 Teilnehmer des Treffens kamen unter anderem aus Polen, Deutschland, Russland, und der Ukraine – es waren Christen unterschiedlicher Konfessionen sowie Muslime.

Die Maximilian-Kolbe-Stifung wurde 2007 gemeinsam mit der Polnischen und der Deutschen Bischofskonferenz gegründet. Die Aufgabe der Stiftung besteht darin, Beiträge zur Stärkung der kirchlichen Versöhnungsarbeit in Europa zu leisten und sich für Opfer von Unrecht und Gewalt zu engagieren.

(dbk – bw)
 

16 August 2018, 14:09