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Bartholomaios I. hat die zweite Bischofssynode des Ökumenischen Patriarchats einberufen Bartholomaios I. hat die zweite Bischofssynode des Ökumenischen Patriarchats einberufen  (ANSA)

Türkei: Ökumenisches Patriarchat trifft sich am Bosporus

Die zweite Bischofssynode (Synaxis) des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel ist von Bartholomaios I. für den 1. bis 3. September 2018 einberufen worden. Dazu versammeln sich mehrere hundert Diözesan- und Titularmetropoliten sowie Suffraganbischöfe unter anderem aus der Türkei, Griechenland, Europa sowie Nord- und Südamerika im Patriarchensitz Phanar am Goldenen Horn in Istanbul.

Außer der griechischen Hierarchie kommen dazu auch zahlreiche ukrainische, russische, rumänische und albanische Bischöfe, die sich in die Obhut des Ökumenischen Patriarchen begeben haben. Es sollen „wichtige gesamtorthodoxe Fragen" behandelt werden, wozu auch die Autokephalie für die Ukraine gehören wird. Offenbar um eine dabei erwartete Autokephalie-Erklärung noch zu verhindern, will der Moskauer Patriarch Kyrill I. am 31. August nach Istanbul reisen. Wie die vatikannahe Website "Il Sismografo" berichtet, will dieser zusammen mit dem Außenamtsleiter Metropolit Hilarion Bartholomaios an seinem Amtssitz besuchen. Es wäre die erste Begegnung seit Januar 2016.


Bartholomaios I. berief 1992 eine erste Synaxis aller Patriarchen und autokephalen Erzbischöfe ein, nachdem die mitten durch die Orthodoxie gehende Schranke des Eisernen Vorhangs gefallen war. 2015 konstituierte er dann eine dritte Art von Synaxis, nämlich eine Bischofssynode des gesamten Ökumenischen Patriarchats.
 

(KNA - bw) 

07 August 2018, 14:36