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Rohingya-Flüchtlige an der Grenze zwischen Myanmar und Bangladesch Rohingya-Flüchtlige an der Grenze zwischen Myanmar und Bangladesch  (ANSA)

Myanmar: Kinder der Rohingyas „eine verlorene Generation“

Noch immer leben mehr als 700.000 Rohingyas aus Myanmar in Bangladesch. Auch ein Jahr nach Beginn der Gewalt gegen die ethnische Minderheit kehrt das Volk nur vereinzelt zurück in die Heimat. Insbesondere die Zukunft der Kinder „hänge am Seidenen Faden“, so der jügste UNICEF-Bericht.

Nach Angaben des Kinderhilfswerks leben hunderttausende Kinder in improvisierten Camps ohne Zugang zu Bildung. In dem Bericht „Rohingya Child Alert: Futures in the Balance, Building Hope for a Generation of Rohingya Children” warnt UNICEF davor, dass Kinder, die in den Flüchtlingslagern im Cox’s Bazar-Gebiet leben, keine gute Zukunft haben werden.

Lernzentren für Kinder


„Für etwa ein Drittel der Kinder bis zum Alter von 14 Jahren sind Lernzentren und kinderfreundlichen Räume eine Möglichkeit, mit der Heilung zu beginnen und sich von ihrer rauen Umgebung zu erholen“, sagte Manuel Fontaine, Leiter der UNICEF-Nothilfeprogramme. In den Lagern sei so der Anschein von Normalität entstanden.

Rückführung geht nur schleppend voran 


Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums von Bangladesch waren nach dem 25. August des vergangenen Jahres fast 700.000 Rohingya aus Myanmar geflohen, nachdem sie von Regierungstruppen verfolgt wurden und um ihr Leben fürchteten. Anfang des Jahres sollte ursprünglich die Rückführung der Flüchtlinge beginnen. Das geht aber noch schleppend voran.

Internationale Gemeinschaft will Myanmar in die Verantwortung nehmen 

 

Unterdessen haben Anwälte gefordertet, Myanmar ausdrücklich für die Gräueltaten an dem Volk der Rohhingya veranwortlich zu machen. Eine Erklärung dazu wurde von 132 Abegordneten aus fünf Ländern unterschrieben.  „Da Myanmar offensichtlich nicht Willens und nicht in der Lage ist, sich selbst zu untersuchen, befinden wir uns jetzt in einer Phase, in der die internationale Gemeinschaft eingreifen muss, um die Rechenschaftspflicht sicherzustellen", sagte der malaysischer Abgeordnete Charles Santiago. 

(asianews/ucanews– bw)

 

25 August 2018, 13:51