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Vatican News
Südkoreas Präsident Moon Jae-in bei seiner Ansprache am 15. August 2018 Südkoreas Präsident Moon Jae-in bei seiner Ansprache am 15. August 2018  (AFP or licensors)

Korea: Signale der Entspannung geben „Anlass zur Hoffnung“

Der koreanische Bischof Lazarus You Heung-sik sieht die jüngsten Annäherungen zwischen den beiden Koreas mit Hoffnung. „Die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern sind nicht einfach“, so eine durch Asianews verbreitete Stellungnahme des Bischofs von Daejon, „aber sie gehen voran und das ist sehr positiv.“

Besonders hebt der Bischof die gemeinsame Teilnahme nord- und südkoreanischer Athleten bei den aktuellen „Asian Games“ hervor, doch auch das Treffen der getrennten Familien und der für September geplante erneute Gipfel zwischen Nord- und Südkorea seinen „Früchte des Dialogs“ und gäben Anlass zur Hoffnung. You Heung-sik reagierte mit seinen Worten auf zunehmende Anzeichen gegenseitiger Annäherung zwischen den beiden Nachbarstaaten.

Erst am 15. August hatte Südkoreas Präsident Moon Jae-in in einer Ansprache an die Nation Pläne zur Einrichtung einer direkten Eisenbahnverbindung zwischen den beiden Nachbarstaaten bekannt gegeben. Darüber hinaus wurden als weiteres Signal der Entspannung sämtliche militärischen Kommunikationskanäle zwischen Nord- und Südkorea wieder geöffnet.

 

Ende der japanischen Besetzung vor 73 Jahren

 

Am 15. August begehen beide Koreas das Ende der japanischen Besetzung der Halbinsel vor 73 Jahren. In seiner Ansprache zu dem Festtag appellierte Moon Jae-in, die Friedensbemühungen weiter energisch voranzutreiben und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südkorea in wirtschaftlicher, logistischer und energetischer Hinsicht zu betreiben. Nur durch „dauerhaften Frieden“ und eine Wirtschaftsgemeinschaft könne eine „wahre Befreiung“ erreicht werden, so der katholische Präsident, der von Anfang an versöhnliche Signale in den Nordteil der Halbinsel gesendet hatte. Besonders großes Gewicht misst der Präsident dabei der gemeinsamen Eisenbahnverbindung bei. Doch eine wahre Wirtschaftsgemeinschaft könne nur nach einer „vollständigen Denuklearisierung“ Nordkoreas erreicht werden.

(asianews - cs)

 

17 August 2018, 11:56