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Kardinal Laurent Monsengwo Pasinya Kardinal Laurent Monsengwo Pasinya  (Vatican Media)

DR Kongo: Kardinal Monsengwo kandidiert nicht als Präsident

Am 23. Dezember finden im zweitgrößten afrikanischen Staat längst fällige Präsidentschaftswahlen statt. Bis 8. August noch läuft die Registrierungsfrist für die Kandidaten. Der Erzbischof der Hauptstadt Kinshasa, Kardinal Monsengwo, tritt jedoch nicht an. Eine christliche Bewegung hatte Monsengwo als möglichen Präsidenten ins Spiel gebracht.

Seit Ende 2016 wartet man im Kongo vergeblich auf Neuwahlen. Der seit 2001 regierende Staatspräsident Joseph Kabila weigerte sich bisher, die Macht abzugeben. Die Kirche hat mehrfach auf die Einhaltung der Zusage gepocht, Neuwahlen zu organisieren.

Kardinal Laurent Monsengwo Pasinya habe indessen „anderes zu tun“ als sich um die Präsidentschaft zu bewerben. So der 78-jährige laut dem Portal „La Croix Africa“. Eine heftige Debatte war durch die Lancierung seiner Kandidatur am 20. Juli durch die „Christliche Bewegung für Einheit und Demokratie“ entfacht worden.

Die katholische Kirche, der etwa die Hälfte der 80 Millionen Kongolesen angehört, setzt sich als Vermittlerin in der politischen Krise in der Demokratischen Republik Kongo ein. In den vergangenen Jahren wurden im Kongo mehrfach katholische Priester verschleppt oder getötet.

(kap - hoe)

01 August 2018, 16:42