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Oppositionsführer Moise Katumbi will Präsident werden Oppositionsführer Moise Katumbi will Präsident werden  (AFP or licensors)

Kongo: Bischöfe setzen sich für Oppositionsführer ein

Die katholische Bischofskonferenz im Kongo (CENCO) hat die Regierung des ostafrikanischen Landes scharf kritisiert. Der im Exil lebende Oppositionsführer Moise Katumbi durfte Anfang August nicht ins Land einreisen. Eine solch ausgrenzende Behandlung sei nicht gerechtfertigt und könne fatale Konsequenzen haben, heißt es in einem Schreiben der kongolesischen Bischöfe vom Montag.

„Solch eine Verweigerung ähnelt in vielerlei Hinsicht einer Identitätsverweigerung, die keine Gesellschaft tolerieren darf“, schreibt die Bischofskonferenz. Katumbi wollte Anfang August ins Land einreisen, um sich als Kandidat für die Präsidentschaftswahl im Dezember dieses Jahres registrieren zu lassen. Das Mandat des jetzigen Präsidenten Joseph Kabila ist bereits seit zwei Jahren abgelaufen. Neue Wahlen hat die Regierung allerdings immer wieder verschoben.

Auch die Kirche zweifelt am Willen von Präsident Kabila, den demokratischen Wandel im Land voranzubringen. Es sei die Aufgabe der Behörden, dem Oppositionsführer Zutritt ins Land zu gewähren, ohne dass sich die Regierung einmische.

Regierung will vermutlich Präsidentschaft verhindern

 

Katumbi war vor zwei Jahren ins Exil nach Belgien geflüchtet. Die Regierung legt ihm verschiedene Vergehen zur Last, wegen der er ins Gefängnis hätte gehen müssen. Einer der Vorwürfe war, dass er ausländische Söldner beschäftigt habe. Kasumbi dagegen betont, die Regierung wolle nur verhindern, dass er als Präsidentschaftskandidat kandidieren könne.

(cisa - bw)

08 August 2018, 12:46