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Der kolumbianische Senator Jorge Enrique Robledo spricht nach dem knapp gescheiterten Referendum Der kolumbianische Senator Jorge Enrique Robledo spricht nach dem knapp gescheiterten Referendum   (AFP or licensors)

Kolumbien: Volksabstimmung gegen Korruption knapp gescheitert

In Kolumbien ist eine Volksabstimmung über Maßnahmen gegen Korruption wegen zu wenig Beteiligung gescheitert. Initiatoren der Abstimmung waren linksgerichtete Parteien.

Wie die Tageszeitung „El Tiempo" berichtet, wurde die notwendige Zahl von 12,1 Millionen abgegebener Stimmen nicht erreicht. Nach vorliegenden Hochrechnungen wurden rund 11,6 Millionen Stimmen.

Mehr Transparenz und Gehaltskürzungen

 

Unter den sieben vorgeschlagenen Maßnahmen im Kampf gegen Korruption war unter anderem eine Gehaltskürzung für Parlamentarier, mehr Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Aufträge oder das Beschlagnahmen von Vermögen korruper Politiker. Diese Vorschläge erhielten unter den Wählern 99 Prozent Zustimmung.

Claudia Lopez, ehemalige Senatorin von der Grünen Partei, wertete die Abstimmung trotz der knapp verpassten Marke als großen Erfolg für die kolumbianische Demokratie: „Das ist ein Sieg der freien Bürgerschaft", sagte die Initiatorin der Abstimmung. Die katholische Kirche in Kolumbien hatte das Referendum indirekt unterstützt.


(kap -bw)

 

27 August 2018, 10:46