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Ein Mann fischt einen Rucksack aus dem ausgebrannten Schulbus Ein Mann fischt einen Rucksack aus dem ausgebrannten Schulbus  (ANSA)

Jemen: Bischof Paul Hinder verurteilt Angriff auf Schulbus

Nach einem tödlichen Angriff auf einen Schulbus im Jemen hat sich Bischof Paul Hinder, der Apostolische Vikar für Südarabien, zu der Gewalteskalation geäußert. Im Krieg im Jemen „werden alle Regeln gebrochen, jede Seite beschuldigt die andere der Gewalt", niemand trage Verantwortung.

Zu dem Angriff auf den Schulbus bekannte sich die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition. Sie sprach von einem „legitimen Militäreinsatz“. Die Nachrichtenagentur AsiaNews berichtet, bei dem Angriff seien mindestens 43 Menschen gestorben, darunter etwa 30 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt.

„Höhepunkt unglaublicher Grausamkeit" 


Martin Griffiths, der UN-Sondergesandte für den Jemen, hat neue Friedensgespräche für Anfang September in Genf einberufen. Allerdings herrscht unter den Beteiligten wenig Hoffnung auf Frieden. „Die Situation ist schrecklich. Das, was gestern passiert ist, ist der Höhepunkt unglaublicher Grausamkeiten“, sagte Bischof Hinder. Er hoffe, dass sich durch Diplomatie etwas bewegen lasse. Allerdings müsse man bedenken, dass es bis zu den Friedensgesprächen noch vier Wochen dauere. Bis dahin gehe der Krieg weiter.

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition führt seit 2015 Krieg gegen die Huthi-Rebellen. Seit dem gab es mehr als 10.000 Tote, darunter auch tausende Zivilisten. 

(AsiaNews –bw)
 

10 August 2018, 15:06