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Indonesiens Präsident Widodo in Aktion Indonesiens Präsident Widodo in Aktion  (ANSA)

Indonesien: Größtes muslimisches Land bereitet sich auf Wahl vor

Indonesien wählt im April 2019 einen neuen Präsidenten. Die Frist zur Ernennung der Kandidaten endet am 10. August. Schon jetzt steht fest: Im bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt werden wohl ausschließlich muslimische Kandidaten zur Wahl stehen.

Präsident Joko Widodo stellt sich im April der Wiederwahl. Seinem Amtsvorgänger Susilo Bambang Yudhoyono zufolge steht aber die Bildung eines Bündnisses bevor, das eine weitere Präsidentschaft Widodos verhindern will. Entsprechend äußerte sich Yudhoyono nach einer Besprechung mit Prabowo Subianto, der 2014 gegen Widodo verlor und nun wieder antreten will.

Yudhoyono sagte, das Bündnis habe ein Abkommen über friedliche, ehrliche und faire Wahlen geschlossen. „Wir haben uns verpflichtet, politische Schachzüge rund um ethnische Zugehörigkeit, religiöse oder andere Verbindungen zu vermeiden“, so der Politiker.

Wie die Agentur ucanews schreibt, soll damit der Urnengang von 2019 grundsätzlich anders ablaufen als die Gouverneurswahlen von Jakarta vor zwei Jahren. Damals attackierten Islamisten den christlichen Politiker Basuki Tjahaha Purnama, der nicht nur die Wahl verlor, sondern wegen angeblicher Blasphemie auch im Gefängnis landete.

Religion spielte in den Regionalwahlen im vergangenen Juni keine große Rolle, so ucanews. Das werde im nächsten April nicht anders sein. Alle in Frage kommenden Kandidaten seien Muslime.

(ucanews – gs)

01 August 2018, 17:23