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Viele afrikanische Flüchtlinge sterben auf dem Weg durch die Wüste Viele afrikanische Flüchtlinge sterben auf dem Weg durch die Wüste  (AFP or licensors)

Migration: Europa soll Flüchtlinge über Gefahren aufklären

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordert eine neue Afrika-Politik der Europäischen Union. „Wir brauchen einen EU-Afrika-Kommissar, bei dem alle Fäden einer in sich stimmigen Afrika-Politik zusammenlaufen", sagte Müller der „Rheinischen Post" am Montag.

Von 2021 an bis 2027 wolle die EU für Afrika 39 Milliarden Euro ausgeben. "Das ist ein Zehntel dessen, was für die Agrarpolitik vorgesehen ist und ein Beleg dafür, wie wenig wir Afrika als Chancenkontinent wahrnehmen", kritisierte Müller. China und Russland sicherten sich dagegen knappe Rohstoffe wie Coltan und Lithium für die Digital- und Elektroindustrie. "Europa ist gerade dabei, Afrika als Jahrhundertchance zu verpassen", sagte Müller.

Flüchtlinge vor Gefahren warnen 

 

Der Minister wolle Flüchtlinge in den Transitzentren nahe ihrer afrikanischen Heimatländer über die Gefahren einer Flucht aufklären: „Es sterben drei Mal mehr Flüchtlinge auf dem Marsch durch die Wüste als im Mittelmeer. Hunderttausende müssten davor bewahrt werden. Zusammen mit Partnern wie Frankreich und Großbritannien wolle er in Nigeria, Eritrea und Somalia aktiver werden, dort für stabile Verhältnisse sorgen "und vor Illusionen über Europa warnen", sagte der Politiker.


(KNA – bw)
 

16 Juli 2018, 12:55