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Neuer starker Mann in Madrid: der Sozialdemokrat Pedro Sanchez Neuer starker Mann in Madrid: der Sozialdemokrat Pedro Sanchez  (ANSA)

Spanien: Bischöfe gehen auf neuen Ministerpräsidenten zu

Der Präsident der spanischen Bischofskonferenz, Kardinal Ricardo Blázquez, hat dem neuen Regierungschef Pedro Sánchez gratuliert und ihm die Zusammenarbeit der Kirche versichert. Der Sozialdemokrat Sánchez gelangte als Nachfolger des Konservativen Mariano Rajoy ins Amt, den das Parlament per Misstrauensvotum wegen Verstrickung in Korruption abgesetzt hatte.

Bischöfe wünschen sich Einsatz für das Gemeinwohl aller

 

Sánchez stehe nun als Ministerpräsident in hoher Verantwortung für das spanische Volk, heißt es in dem Schreiben der Bischofskonferenz. Er habe sich in den Dienst des Gemeinwohls, der Einheit, des Wohlstands und des sozialen Zusammenhalts unseres Landes“ zu stellen und „für Gerechtigkeit, Freiheit und Gemeinwohl aller Bürger“ zu arbeiten, heißt es in dem Schreiben der Bischofskonferenz.

Kardinal Blázquez äußerte seine persönliche Bereitschaft und die dieser Bischofskonferenz, „mit den rechtmäßigen Behörden des Staates aufrichtig zusammenzuarbeiten, um dem Gemeinwohl besser zu dienen".

 

Sánchez  gilt als pro-europäisch

 

Der neue Ministerpräsident Spaniens gilt als pro-europäisch und steht zugleich der Abspaltung Kataloniens von Spanien aufgeschlossen gegenüber. Knapp die Hälfte der Katalanen will einen eigenen Staat ausrufen. Die katalanischen Nationalisten stimmten im Parlament für Sánchez. Dieser braucht sie zum Regieren, muss ihnen also Zugeständnisse machen.

Sánchez hat den Misstrauensantrag gegen Rajoy selbst auf den Weg gebracht. Die Abstimmung im Parlament über das Schicksal des konservativen Regierungschefs fiel knapp aus. Durch die Abwahl Rajoys stieg der 46-jährige Sozialdemokrat am Freitag zum Regierungschef auf, obwohl seine Partei nur über 84 Sitze verfügt. 

(pm – gs)

05 Juni 2018, 11:29