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Eine Demonstration in Bangui am 11. April Eine Demonstration in Bangui am 11. April  (AFP or licensors)

Zentralafrika: Gewalt in Bangui

Mindestens 16 Menschen sind in der Hauptstadt Bangui bei Zusammenstößen von Sicherheitskräften und einer bewaffneten Gruppe ums Leben gekommen. Unter den Toten sind auch ein Polizist, ein Priester und ein Kind.

Die UNO-Friedenstruppe macht eine Kriminellengruppe namens „Force“ für die Gewalt verantwortlich. Fast hundert Menschen seien bei den Schusswechseln in einem islamischen Viertel von Bangui verletzt worden.

Nach der Verhaftung eines „Force“-Mitglieds hätten andere Mitglieder der Gruppe während eines Gottesdienstes eine Kirche überfallen und den Pfarrer ermordet. Später habe ein aufgebrachter Mob zwei Männer getötet, die angeblich Muslime gewesen seien; eine Moschee ging in Flammen auf.

Der Papst besuchte 2015 Bangui

 

Bangui war in jüngster Zeit von der periodisch in anderen Landesteilen aufflammenden Gewalt weitgehend verschont geblieben. Seit etwa einem Monat aber ist auch in der Hauptstadt die Lage zusehends unsicher. Am 10. April starben 27 Menschen und ein Blauhelm-Soldat bei Kämpfen in der Hauptstadt.

Zentralafrika ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Regierung kontrolliert nur einen Bruchteil des Landes. Papst Franziskus interessiert sich besonders für die Lage in dem Land; er hat es im November 2015 besucht.

02 Mai 2018, 14:08