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Idlib, Syrien: Szene in einem Krankenhaus Idlib, Syrien: Szene in einem Krankenhaus  (ANSA)

UNO: „Angriffe auf Kliniken müssen lautstark verurteilt werden"

Zivilist in einem bewaffneten Konflikt zu sein, war noch nie so gefährlich wie heute. Darauf hat der Vatikanmann bei den Vereinten Nationen in New York an diesem Mittwoch aufmerksam gemacht. Scharf verurteilte er insbesondere Angriffe auf Krankenhäuser und Schulen.

Jede Attacke auf solche Einrichtungen beraube „ganze Generationen ihres Rechts auf Leben, Gesundheit und Bildung", sagte Erzbischof Bernardito Auza bei der Debatte des Sicherheitsrates zum Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten. Die jüngsten Angriffe auf medizinische Einrichtungen in Konfliktsituationen sowohl durch staatliche als auch nichtstaatliche Akteure müssten „so laut wie möglich verurteilt werden“, mahnte der Nuntius den UN-Sicherheitsrat. Sie seien „nicht nur ein ungeheuerlicher Verstoß gegen das Völkerrecht, sondern auch ein Verrat an der Menschheit selbst. Die Kultur der Straffreiheit für solche Verbrechen muss enden.“

Zu Recht spreche die UNO heute von einer „globalen Schutzkrise“, sagte Auza. Das gegenwärtige Ausmaß an vermeidbarem Leid sei „in der Tat entsetzlich“. Namentlich nannte der Nuntius an dieser Stelle Syrien, die Hungersnot in Südsudan und Jemen, die Gräueltaten in entlegenen Dörfern im Nordosten Nigerias und die gezielten Angriffe auf unschuldige Zivilisten in vielen weiteren Teilen der Welt.

(vatican news – gs)

23 Mai 2018, 11:51