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Demo gegen Euthanasie in Lissabon Demo gegen Euthanasie in Lissabon  (ANSA)

Portugal sagt Nein zur Euthanasie

Das portugiesische Parlament hat am Dienstagabend vier Gesetzesvorschläge der Linken zur Legalisierung der Euthanasie knapp abgelehnt. Die wichtigsten Parteien des Landes gewährten ihren Mitgliedern bei dieser Gelegenheit Gewissensfreiheit.

Im 230-sitzigen Parlament erhielt der Gesetzentwurf 110 Ja-Stimmen und 115 Nein-Stimmen. Es gab vier Enthaltungen. Der Beschluss beendet den parlamentarischen Prozess der Entkriminalisierung der Sterbehilfe in Portugal, einem Land, in dem gut 80 Prozent der Einwohner sich zur katholischen Kirche bekennen.

 

„Die portugiesische Bischofskonferenz begrüßt die Ablehnung der Vorschläge zur Legalisierung der Euthanasie durch die Versammlung der Republik", sagte Manuel Joaquim Gomes Barbosa, Generalsekretär der portugiesischen Bischofskonferenz. Es sei ein „Sieg des Lebens", das niemals „zur Abstimmung gestellt" werden sollte, darüber hinaus auch „ein Sieg für die Demokratie und für alle, die sich zur Verteidigung des Lebens verpflichtet haben", heißt es in der Stellungnahme aus der Bischofskonferenz. Das Leben sei ein absolutes Gut und müsse daher in jedem Fall geschützt und gefördert werden.

Die Debatte zum Thema Euthanasie war in Portugal äußerst kontrovers und emotional geführt worden.

Die portugiesische Regierung ist eine Minderheitsverwaltung, wobei die Sozialistische Partei von den Grünen und der extremen Linken unterstützt wird. Allerdings schloss sich die kommunistische Partei mit der konservativen CDS-PP zusammen, um die Gesetzgebung zu blockieren.

(reuters/diverse – gs)

 

30 Mai 2018, 17:36