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Symbolfoto: Katholische Kirche auf den Philippinen Symbolfoto: Katholische Kirche auf den Philippinen  (AFP or licensors)

Philippinische Bischöfe: Wahl ist Chance zu Veränderung

Mehrere philippinische Bischöfe haben sich zu den in der kommenden Woche anstehenden Dorf- und Jugendratswahlen geäußert und die Katholiken um Gebet und Beteiligung ersucht.

Der Erzbischof von Caceres, Rolando Tria Tirona, Vorsitzender der für soziale Aktivitäten zuständigen Bischofskommission, betonte, dass die Bevölkerung diese Chance zur Veränderung wahrnehmen sollte. Das Erzbistum Manila hatte einen Brief an die Pfarreien veröffentlicht, in dem zu Gebet um Weisheit aufgerufen wird, damit Verantwortliche gewählt würden, die „für Wahrheit, Gerechtigkeit und die Förderung der Menschenwürde eintreten“. Der Erzbischof von Cebu erinnerte das Volk in einer Mitteilung daran, dass die Ausübung des Wahlrechtes eine „heilige Pflicht“ sei.

 

Mehr Gewalt bei lokalen Wahlen 


Sorge bereitet unterdessen das Aufflammen von Gewalt im Vorfeld der Wahlen. Antonio Villasor, Direktor des „Pfarrei-Pastoralrates für verantwortungsvolles Wählen“, der in dieser Woche als Wahlbeobachter zugelassen wurde, erläuterte, dass die Gewaltbereitschaft bei lokalen Wahlen höher sei, da die Menschen in den Dörfern sich kennen würden und so eher zur Zielscheibe würden. Das kirchliche Gremium wird rund 200.000 Freiwillige stellen, die bei den Wahlen am kommenden Montag Gewalt verhindern sollen.

Sicherheitsbeamte berichten von derzeit mindestens 28 Opfern, von denen 22 in mit der Wahl zusammenhängenden Schießereien getötet wurden. Zwischenzeitlich hat die Philippinische Nationalpolizei 7.915 Wahl-Hotspots im ganzen Land deklariert, darunter 619 rot markierte, die als besonders gefährlich eingestuft werden. In 4.972 orange markierten Bezirken sind besonders viele bewaffnete Gruppierungen zu finden, Gelb steht für die Gegenden, wo es schon einmal zu bewaffneten Auseinandersetzungen kam.

2013 wurden bei den Wahlen 57 Gewaltverbrechen verübt, bei denen 33 Menschen starben und 55 verletzt wurden.

(ucanews - ck)

11 Mai 2018, 13:43