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Demo in Nicaragua Demo in Nicaragua  (AFP or licensors)

Nicaragua: Mindestens 84 Tote seit Beginn der Krise

Die Krise in Nicaragua geht weiter: Am Sonntag kam ein Beamter bei einer Demonstration ums Leben. Damit ist die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Krise Mitte April getötet wurden, auf mindestens 84 gestiegen.

Die Bischofskonferenz versucht jetzt doch, einen Runden Tisch zwischen Regierung und Opposition zustande zu bringen. Letzte Woche hatte sie sich vorübergehend von dieser Aufgabe zurückgezogen, weil sie den Eindruck hatte, dass die Regierung von Präsident Daniel Ortega nicht zu Gesprächen bereit war.

An diesem Montag sollen sich jeweils drei Vertreter von Regierung und Opposition treffen; die Bischöfe riefen am Sonntag die Regierung dazu auf, sich dem Treffen nicht zu verweigern.

Die Opposition verlangt vor allem ein Vorziehen der im Jahr 2021 fälligen Präsidentenwahlen. Der 72-jährige Ortega, ein früherer Sandinistenführer, hat Nicaragua bis 1990 zehn Jahre lang regiert und ist seit 2007 erneut am Ruder. Er will keine Neuwahlen, spricht von versuchtem Staatsstreich der Opposition und verlangt von Demonstranten, Straßenblockaden aufzuheben.

(afp – sk)
 

28 Mai 2018, 12:12