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Globales Problem: Umgang mit Flüchtlingen und Migranten Globales Problem: Umgang mit Flüchtlingen und Migranten  (ANSA)

UNO/Vatikan: Einlassungen zum Globalen Flüchtlingspakt

Der ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Ivan Jurkovic, hat vor allem genderbasierte Formulierungen am Dokument zu einem globalen Flüchtlingspakt kritisiert.

Im ersten der drei Statements des Vatikandiplomaten heißt es zum Aktionsprogramm in dem es um die Lastenverteilung das Teilen der Verantwortung geht: „Die Delegation des Heiligen Stuhls hält es für nützlicher, von „verschiedenen Bedarfen (diverse needs)“ zu sprechen, statt von „Mannigfaltigkeit (diversity). Der Begriff „diverse needs“ würde besser das gesamte Spektrum derer erfassen, die auf Hilfe angewiesen seien. Um die gleiche Wortwahl geht es in der zweiten Einlassung, die jedoch zusätzlich eine stärkere Betonung der Rechte für Flüchtlinge und Asylsuchende wünscht.

Menschen in den Mittelpunkt


Dort wo es in dem Dokument um Arbeit und Lebensumstände geht, bemängelt Jurkovic, dass der Mensch in den Mittelpunkt gestellt werden müsse, statt einen rein ökonomischen Fokus zu wählen. Der dortige Abschnitt, der mit „Gender“ überschrieben ist, soll nach Meinung der Delegation des Heiligen Stuhls besser „Förderung von Frauen und Mädchen“ heißen, um deutlich zu machen, dass es um eine größere Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern gehe.
Im Dezember 2018 sollen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) zwei neue globale Pakte verabschiedet werden: ein „Globaler Pakt für sichere, geordnete und reguläre Migration“ und ein „Globaler Pakt für Flüchtlinge“. Damit soll auf die weltweit steigende Zahl der Flüchtlinge und Migranten reagiert werden. Ein Problem auf das viele Regierungen nur unzureichende Antworten finden.

 

(vatican news - ck)
 

11 Mai 2018, 12:16