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Gewalt gehört in Nigeria zum Alltag: Nach einem Attentat in Bama am 22. April Gewalt gehört in Nigeria zum Alltag: Nach einem Attentat in Bama am 22. April  (AFP or licensors)

Nigeria: Angriff auf katholische Kirche

Bei einem Überfall auf eine katholische Kirche im Süden Nigerias sind am Dienstag mindestens 19 Menschen getötet worden. Unter den Opfern im Dorf Aya-Mbalom seien auch zwei Priester, teilten die Behörden im Bundesstaat Benue mit.

Bei den Angreifern handelte es sich Zeugenaussagen zufolge um Angehörige des Hirtenvolks der Fulani, die mit ihren Herden wegen der anhaltenden Trockenheit in Nordnigeria nach Süden wandern. In diesem Zusammenhang kommt es immer wieder zu schweren Landkonflikten mit der bäuerlichen Bevölkerung.

Hinzu kommen religiöse Unterschiede: Die Fulani sind Muslime, die Farmer überwiegend Christen. Laut Experten spielen religiöse Gegensätze in dem Konflikt jedoch eine untergeordnete Rolle.

Den Angaben zufolge hatten die Fulani ihre Rinder zunächst rund um das Dorf grasen lassen, bevor sie mit Schusswaffen und Macheten das Dorf und die Kirche stürmten, wo gerade eine Beerdigungsfeier stattfand. Dort hätten die rund 30 Angreifer auf die Menschen geschossen, Häuser angezündet und Kornvorräte vernichtet.

(kna – sk)

25 April 2018, 15:39