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Erzbischof Alfred Xuereb (Mitte) bei einer Messe im Petersdom (Archivbild) Erzbischof Alfred Xuereb (Mitte) bei einer Messe im Petersdom (Archivbild)  (ANSA)

Italien: Für offene Krankenhäuser in Syrien

Der frühere Papstsekretär und jetzige Apostolische Nuntius in Korea und der Mongolei, Alfred Xuereb, nahm an einem Wohltätigkeitsessen in Forlì teil, um das Projekt „Offene Krankenhäuser in Syrien“ zu finanzieren. „Kontakt mit Christus gibt Leben einen Sinn“ – auch angesichts der dramatischen Lage in Syrien, so der aus Malta stammende Erzbischof.

In seiner Begrüßung vor dem Essen erinnerte Erzbischof Xuereb, der früher zusammen mit Erzbischof Georg Gänswein einer der beiden Privatsekretäre Benedikt XVI. war, an die Worte von Papst Franziskus, der immer darum bittet, Gutes zu tun. Das gelte besonders für die syrische Bevölkerung, die vom Krieg überwältigt ist. „Auch wenn wir die Namen der Menschen, die unsere Hilfe erhalten werden, nie erfahren, macht der Kontakt mit Christus das Abendessen auch für uns nützlich, weil es unserem Leben einen Sinn gibt.“ Abschließend drückte er seine Anerkennung für diejenigen aus, die „vor dem Drama der Situation nicht hilflos geblieben sind, sondern hart gearbeitet haben, um ihren kleinen Beitrag zu leisten.“

Das Wohltätigkeitsessen fand unter der Schirmherrschaft der Nichtregierungsorganisation AVSI statt, deren Zweck die internationale Entwicklungszusammenarbeit ist. Es handelte sich konkret um ein Wohltätigkeitsessen zur Finanzierung des AVSI-Projekts „offene Krankenhäuser“, das der Apostolische Nuntius in Syrien, Kardinal Mario Zenari, im vergangenen Jahr initiierte, um zwei Krankenhäuser in Damaskus und eines in Aleppo in Betrieb nehmen zu können. Die Krankenhäuser werden privat betrieben und sollen auch den ärmsten kostenfreien Zugang zu medizinischer Behandlung ermöglichen. Das Dinner fand am Freitagabend in Forlì in Oberitalien statt. Dank des Engagements vieler Organisationen und Unternehmen, die ihre Produkte kostenlos anboten, brachte die Solidaritätsinitiative 5.000 Euro ein.

Nach Aussagen der Nichtregierungsorganisation sterben in Syrien mehr Menschen aufgrund mangelnder ärztlicher Versorgung als allein durch die Bombenangriffe. Das Krankenhaus-Projekt wird unter anderem von der italienischen Bischofskonferenz, dem deutschen bischöflichen Hilfswerk Misereor und der spanischen Caritas unterstützt.

(vn – jg)
 

21 April 2018, 10:56