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Indiens Bischöfe halten Yoga und das Christentum nicht für vereinbar Indiens Bischöfe halten Yoga und das Christentum nicht für vereinbar  (AFP or licensors)

Syro-malabarische Kirche: Yoga und Christentum sind unvereinbar

Die syro-malabarische katholische Kirche in Indien gab einen Bericht mit dem Titel „Yoga und der christliche Glaube“ heraus. In Indien ist Yoga an den Schulen verpflichtend. Die Bischöfe des Landes glauben daher, dass hinduistische Nationalisten „versuchen durch Yoga ihre politischen und sektiererischen Ziele“ durchzusetzen.

Yoga-Praktiken und christliche Lehren seien unvereinbar, heißt es in einem Report, den die syro-malabarische katholische Kirche jetzt herausgab. Die Kirche ist eine der drei Riten, die in der katholischen Bischofskonferenz Indiens (CBCI) vertreten sind.

Dieses Schreiben des Bistums Mananthavady im Westen Indiens unter dem Titel „Yoga und der christliche Glaube“ (Yogayum Katholika Vishvasavum) besagt, dass Yoga und der christliche Glaube nicht vereinbar seien, da hinduistisch-nationalistische Gruppen (Sangh Parivar) „versuchen, Yoga auszunutzen um ihre politischen und sektiererischen Ziele“ durchzusetzen. Das meldet die Nachrichtenagentur asianews. Das Papier ruft daher zu einer „Neuinterpretation von Yoga“ auf, da die Regierung dazu übergegangen sei, Yoga als verpflichtend an den Schulen einzuführen und zu einem unabdingbaren Teil der indischen Kultur zu machen.

Es ist nicht das erste Mal, dass syro-malabarische Bischöfe sich in dieser Sache äußern. Erst im vergangenen Jahr hatten sie erklärt, Yoga bedeute nicht, mit dem Göttlichen in Kontakt zu treten, auch, wenn es zur körperlichen und geistigen Gesundheit beitragen könne. Sie befürchten aber, dass die körperlichen Erfahrungen durch Yoga mit dem Wirken des Heiligen Geistes verwechselt werden könnten.

Bei Yoga handelt es sich um körperliche, geistige und spirituelle Praktiken, die aus Indien stammen und mittlerweile in der ganzen Welt verbreitet sind. Es kombiniert körperliches Training mit Atemübungen. Im Hinduismus kommt zudem eine spirituelle Reise hinzu, die den Praktizierenden in Kontakt mit dem Göttlichen bringen soll. In Indien ist Yoga verpflichtend für alle Schulklassen.

Aktivisten und Intellektuelle aus Indien bemängeln bereits seit einiger Zeit, dass die Verpflichtung zur Teilnahme an diesen Praktiken, zu denen auch das Singen heiliger hinduistischer Sonette und Mantras gehört, die Religionsfreiheit der religiösen Minderheiten einschränke und wenig Rücksicht auf christliche und muslimische Schüler nehme.

(asianews – nv)

07 April 2018, 13:10