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Die Muttergottes von Fatima Die Muttergottes von Fatima  (ANSA)

Portugal: Europäische und afrikanische Bischöfe sprechen über Globalisierung

Vom 12. bis zum 15. April haben sich Delegationen der afrikanischen und europäischen Bischofskonferenzen (SECAM und CCEE) in Fatima getroffen, um über die Globalisierung und ihre Auswirkungen auf Kirche und Kulturen in beiden Kontinenten zu sprechen.

Die Globalisierung als dynamischer Prozess berühre alle Bereiche des individuellen, familiären und sozialen Lebens, darunter auch Wirtschaft, Politik, Kultur und Religion. Die Bischöfe betonten ihre Ambivalenz: Einerseits könne sie Frieden und Gerechtigkeit befördern und deren weltweilte Teilung bewirken. Andererseits bestehe ihre Gefahr darin, einen tiefen Graben zwischen Arm und Reich, zwischen Starken und Schwachen aufzureißen, sie verstärke die Kämpfe um Macht und um immer mehr Profit. Sie zerstöre das Erbe der Hochkultur, der Spiritualität und der Menschenwürde, indem sie die Grundlagen der Existenz dekonstruiere, wie beispielsweise das bedingungslose Recht auf Leben. Das äußere sich in den Diskussionen um Abtreibung und Euthanasie.

Die Bischöfe appellierten dringend für Aktionen zur Unterstützung der Familien bei ihrem erzieherischen Auftrag. Bei der entsprechenden Begleitung der Familien müsse sowohl der persönliche Kontakt als auch ein guter Umgang mit den Kommunikationsmitteln gefördert werden. Dasselbe gilt für den Schutz der Armen, der Kranken, der Ausgegrenzten und Schwachen. Die Bischöfe setzen viele Hoffnungn auf die Jugendsynode im Herbst, da die Zukunft in den Händen der Jugend liege.

An der Begegnung in Fatima nahmen neun afrikanische und zwölf europäische Bischöfe teil. Sie erneuerten ihr Bekenntnis zur Hingabe an ihre Gemeinden und ihren Kontinent und baten für die Anliegen von Papst Franziskus die Muttergottes von Fatima um Fürsprache. Abschließend beteten sie um das Geschenk des Friedens in der Welt, insbesondere für die vielen Landstriche, in denen Konflikte schon lange andauern oder immer intensiver werden.

(pm – jg)
 

16 April 2018, 11:21