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Erneut sind 35 Menschen in Syrien getötet worden Erneut sind 35 Menschen in Syrien getötet worden  (AFP or licensors)

Syrien: 35 Tote bei Angriff auf christlich-drusisches Viertel

Die humanitäre Lage in Ost-Ghouta und Afrin spitzt sich zu. 100.000 Menschen aus Afrin brauchen dringend Hilfe – 35 starben bei jüngsten Angriffen in Damaskus und Douma.

In Damaskus und in Douma sind Dutzende Tote zu beklagen. In Damaskus starben mindestens 35 Zivilisten durch eine Rakete, die den Anti-Assad-Rebellen zugeschrieben wird. Sie schlug auf einem Markt im christlich und drusisch geprägten Vorort Jaramana ein. Der Kachkoul-Markt liegt nicht weit von den Rebellengebieten im Osten des Ghouta-Bezirks entfernt, wo die syrische Armee im Kampf gegen die Aufständischen steht.

Mindestens 29 Zivilisten wurden unterdessen bei der Bombardierung von Douma getötet. Douma gilt als Stadt der „Rebellen“ von Ost-Ghouta und als die letzte Bastion der Aufständischen-Region vor den Toren der syrischen Hauptstadt. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte war die Bevölkerung von Artillerie- und Luftangriffen betroffen, die die Armee von Präsident Assad und die Luftwaffe seines russischen Verbündete zu verantworten hatte. Seit 18. Februar ist Ost-Ghouta Ziel einer harten Offensive des Regimes, die nach Angaben der Beobachtungstelle etwa 1.500 Zivilisten das Leben gekostet hat. Innerhalb eines Monats übernahmen Assads Truppen die Kontrolle über 80 Prozent der Rebellenenklave und intensivierten ihre Bemühungen, ihre endgültige Eroberung zu erreichen.

Neben den militärischen Operationen in Ost-Ghouta wird auch in Afrin im Nordosten Syriens die Situation dramatischer. Die türkische Militäraktion gegen die kurdisch-syrischen Milizen habe insgesamt mehr als 150.000 Menschen in Syrien zur Flucht gezwungen, wie der Sprecher des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres, Stephane Dujarric, in einer Erklärung am Dienstag mitteilte. Der massive Zustrom von Binnenvertriebenen habe die bereits überlasteten Aufnahmegemeinden an die Grenzen der Kapazitäten geführt.

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF) brauchen 100.000 Menschen aus Afrin dringend Hilfe, die Hälfte davon sind Kinder. Das Internationale Rotkreuz-Komitee IKRK meldete am Dienstag, ein Hilfskonvoi habe den von Kurden kontrollierten Ort Tal Rifat erreicht. Dort haben nach UNO-Angaben mindestens 75.000 Vertriebene aus Afrin Zuflucht gefunden.

(kap – nv)

21 März 2018, 14:48