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Während der Gründonnerstag in El Salvador begangen wurde, wurde im Osten des Landes ein Priester ermordet Während der Gründonnerstag in El Salvador begangen wurde, wurde im Osten des Landes ein Priester ermordet  (ANSA)

El Salvador: Priester an Gründonnerstag ermordet

Pater Walter Vásquez Jiménez ist getötet worden, als er unterwegs war, um die Messe zu feiern. Zeugen sprechen von einer Hinrichtung. Bei den Tätern handelt es sich womöglich um kriminelle Jugendbanden.

Padre Walter Vásquez Jiménez, Vikar in San Buenaventura und Mercedes Umaña im Osten El Salvadors, wollte die Nahe gelegene Gemeinde von Lolotique in der Heiligen Woche nicht im Stich lassen. Daher hatte er beschlossen, für die Ostertage dorthin zu ziehen. Am Abend des Gründonnerstags, hatte er die Messe in Las Ventas gefeiert und war mit dem Auto nach Las Lajas unterwegs, um auch dort die Messe zu halten. In Begleitung von drei anderen Personen war der 31-Jährige mit dem Auto unterwegs, als sie sahen, dass vor ihnen die Straße abgesperrt war.

Drei bewaffnete Männer mit vermummten Gesichtern nahmen den Insassen des Autos Uhren, Geldbörsen und Handys ab. Danach wiesen sie Pater Walter an, aus dem Auto auszusteigen und ihnen zu folgen. Sie brachten ihn circa 50 Meter weiter fort, wo sie ihn erschossen haben. Da die erste Kugel ihn nur streifte, versuchte der Pater noch zu flüchten, doch ein zweiter Schuss traf ihn tödlich. Die Zeugen sprachen von einer Hinrichtung.

Die Hintergründe der Tat sind bislang nicht bekannt, auch, wenn die Behörden vermuten, es könnte sich bei den Tätern um die Maras, also um kriminelle Jugendbanden, handeln. In Gebieten mit wenig Polizeipräsens kommt es häufiger zu solchen Überfällen, gegen die sich die ärmeren Bevölkerungsschichten kaum wehren können.

Priester, die in diesen Vierteln leben, sind oft die einzige Unterstützung für die Bewohner. „Wir stehen im Vordergrund, jeden Tag fragen wir uns, wann uns eine Kugel treffen wird und wir sind erstaunt, dass das bislang noch nicht geschehen ist“, sagt ein Priester, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt wird.

Die Region von Pater Walter ist am stärksten von der Gewalt der Maras betroffen. Vielleicht hat jemanden dort die Anwesenheit von Pater Walter und sein Engagement für die Jugendlichen gestört.

Kurz vorher erst hatte Pater Walter sein siebenjähriges Weihejubiläum gefeiert.

(avvenire – nv)

31 März 2018, 13:24