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Viele Pilger bringen ein eigenes Kreuz mit, wenn sie am Karfreitag den Kreuzweg Jesu nachgehen Viele Pilger bringen ein eigenes Kreuz mit, wenn sie am Karfreitag den Kreuzweg Jesu nachgehen  (ANSA)

Jerusalem: Pilger ziehen über die Via Dolorosa

Die Kreuzwegsprozessionen in der Jerusalemer Altstadt haben in diesem Jahr unter hohen Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. Zu den Prozessionen kamen weniger Pilger als in den Vorjahren.

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen haben am Freitag die traditionellen Kreuzwegsprozessionen in der Jerusalemer Altstadt stattgefunden. Das meldete die Nachrichtenagentur kathpress. Bei regnerischem und kaltem Wetter zogen weniger christliche Pilger als in früheren Jahren entlang der Via Dolorosa, um symbolisch die 14 Stationen des Leidenswegs Jesu von seiner Verurteilung bis zur Kreuzigung und zum Grab nachzugehen.

Teilnehmerzahlen der Karfreitagsprozessionen gab es zunächst nicht. Die israelische Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Zahlreiche Gassen in der Altstadt waren zeitweise gesperrt.

Traditionell gehen viele Pilger am Karfreitag den Kreuzweg Jesu. Viele Gruppen tragen dabei hölzerne Kreuze mit sich. Der Kreuzweg endet an der Grabeskirche, an der sich insgesamt sechs Konfessionen nach genauem Zeitplan mit ihren Gottesdiensten abwechseln. Die im sogenannten Status quo aus dem 19. Jahrhundert festgeschriebene Regelung verbietet jede Änderung dieser Ordnung und ist auch der Grund, warum die katholische Osternachtsfeier in der Grabeskirche bereits am frühen Samstagmorgen gefeiert wird.

Am Freitagabend wird die seit Jahrhunderten von den Franziskanern gepflegte Tradition der Kreuzabnahme und Grablegung gefeiert. Dazu wird auf dem Golgota-Hügel eine hölzerne Jesusfigur vom Kreuz abgenommen, gesalbt und zum Grab getragen.

(kap– nv)

31 März 2018, 13:16