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Der Fall einer misshandelten und ermordeten philippinischen Hausangestellten in Kuwait hat die Diskussion in ihrem Heimatland neu entfacht. Hier ein Bild von einer Senatsanhörung zu dem Thema. Der Fall einer misshandelten und ermordeten philippinischen Hausangestellten in Kuwait hat die Diskussion in ihrem Heimatland neu entfacht. Hier ein Bild von einer Senatsanhörung zu dem Thema.  (AFP or licensors)

Philippinischer Bischof: „Sklavenhandel muss ein Ende haben“

Nach wie vor werden auf den Philippinen Menschen versteigert, die dann beispielsweise als Hausmädchen in den Golfstaaten arbeiten müssen. Ruperto Santos, Bischof von Balanga auf den Philippinen, hat nun verlangt, dass diese Praxis endet.

Als Verbrechen hatte Ruperto Santos, Vorsitzender der Bischofskommission für pastorale Seelsorge für Migranten und Heimatlose, die gängige Praxis bezeichnet, philippinische Hausangestellte zu versteigern, die dann unter unmenschlichen Bedingungen in Saudi-Arabien arbeiten müssen. Die Täter müssten hart bestraft werden, forderte der Bischof laut dem Nachrichtenportal ucanews.

Der philippinische Senator Leila de Lima hatte erst kürzlich offengelegt, dass diese Versteigerungen bereits seit mehreren Jahren ungestört stattfinden. Bischof Santos verurteilte, dass man die Arbeiter wie Gegenstände behandle, obwohl sie Menschen mit Rechten und Würde seien. Er forderte die philippinische Regierung dazu auf, sofort diplomatischen Protest einzulegen, um diese Auktionen zu beenden. Er regte außerdem an, dass die Regierung darüber entscheiden müsse, ob es philippinischen Arbeitern überhaupt noch gestattet werden könne, nach Saudi-Arabien zu gehen.

Im vergangenen Jahr brachten die Philippinen 13.000 Arbeiter aus Saudi-Arabi zurück auf die Philippinen. Dennoch arbeiten nach wie vor nirgendwo so viele ausgewanderte Philippiner wie in Saudi-Arabien – 23,8 Prozent der im Ausland arbeitenden Philippiner waren letztes Jahr in Saudi-Arabien tätig.

(ucanews - nv)

05 März 2018, 14:02