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In den Philippinen protestieren die Frauen zum Internationalen Weltfrauentag. In den Philippinen protestieren die Frauen zum Internationalen Weltfrauentag.  (ANSA)

Untersuchung: 11.558 philippinische Frauen haben 2017 Gewalt erlitten

Kirche und zivile Gruppierungen engagieren sich gegen Gewalt gegen Frauen. Studien zeigen, dass die Philippinnen im internationalen Vergleich gut abschneiden – dennoch leiden immer noch viele Frauen unter physischer und sexueller Gewalt.

11.558 philippinische Frauen zwischen 15 und 49 Jahren haben alleine 2017 unter unterschiedlichen Formen von physischer und sexueller Gewalt gelitten, das ergab eine Untersuchung der Regierung. Insgesamt gibt es nach wie vor viele Fälle von häuslicher Gewalt gegen Frauen. Viele Bürger beschweren sich darüber, dass die Regierung nicht genug zum Schutz der Frauen unternehme. Zahlreiche zivilen Gruppen sowie Bildungseinrichtungen und Behörden appellieren an die Öffentlichkeit, um die Gewalt gegen Frauen zu beenden und ihre Rechte und Würde zu stärken. Auch die katholische Kirche beteiligt sich an vielen Initiativen zur Stärkung der Frauenrechte auf den Philippinen.

Internationale Studien zeigen dagegen, dass die Philippinen in jüngster Zeit exzellente Resultate in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter erzielen. Einem 2017 veröffentlichten Bericht zum globalen Gender Gap zufolge landet das Land auf Platz zehn, wenn es um Gleichberechtigung geht. Derselbe Bericht geht davon aus, dass es noch gut 200 Jahre dauern könnte, bis Gleichberechtigung vollständig erreicht sei. Es heißt dort aber auch, dass die Philippinen dieses Ziel in kürzerer Zeit erreichen könnten. So zählten philippinische Frauen zu den ersten, denen das Wahlrecht zugesprochen wurde. Die Daten zeigen darüber hinaus, dass im Vergleich zu den Männern immer mehr Frauen einen Universitätsabschluss machen. Dennoch sind es weniger Frauen als Männer, die dann tatsächlich einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Nach wie vor sind viele Frauen dem Risiko physischer und sexueller Gewalt ausgesetzt, ganz besonders, wenn sie als Haushaltshilfe im Ausland arbeiten.

(asianews - nv)

08 März 2018, 11:39