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Die Schüler der Parkland High School trauern um ihre getöteten Mitschüler und Lehrer. Die Schüler der Parkland High School trauern um ihre getöteten Mitschüler und Lehrer.  (AFP or licensors)

US-Bischöfe fordern strengere Waffengesetze

In einem Statement haben einige US-amerikanische Bischöfe das Engagement der Jugendlichen in den USA für schärfere Waffengesetze gelobt und auch ihre eigenen Forderungen nach solchen Gesetzesverschärfungen betont.

Nach dem Amoklauf an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland in Florida haben Bischof Frank J. Dewane aus Venice, Florida, Vorsitzender des Komitees für häusliche Gewalt und menschliche Entwicklung der US-Bischofskonferenz, und Bischof George V. Murry S.J. aus Youngstown in Ohio, Vorsitzender des Komitees für katholische Bildung, die Regierung dazu aufgefordert, die Gewalt durch Schusswaffen auf ihre Agenda zu nehmen.

In ihrem Statement rufen sie zu einem ehrlichen und zielführenden Dialog mit konkreten Vorschlägen auf. Ihrer Meinung nach führe die Idee, Lehrer zu bewaffnen, zu mehr Problemen als sie löse. Dagegen schlugen sie vor, eine angemessenere Altersbegrenzung zum Waffenkauf einzuführen und einen Hintergrundcheck bei den potentiellen Waffenkäufern durchzuführen, wie sie es bereits vor dem aktuellen Amoklauf gefordert hatten. Auch sind sie für ein Verbot von Schnellfeuerkolben.

Die US-Bischofskonferenz unterstützt bereits seit Jahren die Forderung nach einem gesetzlichen Verbot von halbautomatischen Feuerwaffen, sowie Einschränkungen beim Kauf von Waffen mit hoher Schussfrequenz. Außerdem fordern sie eine Regulierung von Handfeuerwaffen und höhere Sicherheitsmaßnahen zur Aufbewahrung von Waffen.

Ebenso müsse sichergestellt werden, dass Menschen mit Schwierigkeiten Anlaufstellen bekämen, an die sie sich wenden könnten.

Vor allem lobten die Bischöfe das Engagement der jungen Menschen, die derzeit in den USA für schärfere Waffengesetze demonstrieren. Sie seien ein starker Verweis darauf, dass Waffen eine Gefahr für die Gesellschaft darstellten, wenn sie in die falschen Hände gerieten. Die Stimmen dieser Jugendlichen müsse man im Kopf behalten, da sie die friedliche Zukunft beschrieben, die sich alle wünschten.

(pm - nv)

06 März 2018, 14:59