Beta Version

Cerca

VaticanNews
Trauer in Florida Trauer in Florida  (AFP or licensors)

USA: Bischöfe bestürzt über Amoklauf mit 17 Toten in Florida

Ein 19-Jähriger schießt an einer High School in Florida um sich. 17 Menschen sterben, darunter auch Schüler. Der Täter wird gefasst. Die US-Bischöfe verurteilen den Amoklauf scharf und rufen zum Gebet für die Opfer auf.

Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz der USA, Kardinal Daniel N. DiNardo, sprach in einer Stellungnahme in der Nacht zum Donnerstag von „sinnloser Schusswaffengewalt“. Er rief zum Einsatz für eine Gesellschaft auf, in der weniger Tragödien durch Waffengewalt verursacht werden.

Erzbischof Thomas G. Wenski aus Miami erklärte, es sei erschütternd, „wenn unschuldige Kinder sinnloser Gewalt zum Opfer fallen“. Nun gelte es, in Zeiten der Trauer zusammen zu stehen.

Beileidstelegramm aus dem Vatikan

 

Auch Papst Franziskus hat ein Beileidstelegramm geschickt. Darin spricht er von einem „tragischen“ und „verheerenden Angriff“ und von der „Hoffnung, dass solche sinnlose Akte der Gewalt ein Ende nehmen“. Der Papst verspricht allen Betroffenen „seine geistliche Nähe“ und betet „um ewige Ruhe für die Toten sowie um Heilung und Trost für die Verwundeten und alle Trauernden“.

 

17 Menschen haben durch die Schüsse des 19-Jährigen an der High School in Parkland im Bundesstaat Florida ihr Leben verloren. Mindestens ein Dutzend weitere sind zum Teil schwer verletzt worden, sagte der zuständige Bezirkssheriff Scott Israel nur Stunden nach der Tat. Nach Krankenhausangaben werden noch 14 Menschen stationär behandelt, drei von ihnen sind nach diesen Angaben in einem kritischen Zustand.

Der Schütze ließ sich ohne Widerstand festnehmen; er wurde abgeführt. „Es handelt sich nicht um einen derzeit an der Schule befindlichen Schüler“, betonte der Sheriff. Allerdings sei der junge Mann früher an der Schule gewesen und aus disziplinarischen Gründen der Einrichtung verwiesen worden. Genaue Gründe für die Maßnahme nannte der Sheriff nicht. Ein Lehrer hatte Medienvertretern gesagt, der Junge sei als Sicherheitsrisiko angesehen worden und habe schon vor seiner Entlassung das Gelände nicht mit einem Rucksack betreten dürfen.

Der Täter habe große Mengen Munition bei sich gehabt. Erst vor drei Wochen waren in Kentucky zwei Schüler durch Kugeln ums Leben gekommen. Regierung und Parlament haben Forderungen nach einer Verschärfung von Waffengesetzen bisher stets eine Absage erteilt. Das republikanisch regierte Florida gehört zu den Bundesstaaten mit eher laxen Waffengesetzen.
(kna/youtube – mg)

Zum Nachhören
15 Februar 2018, 12:45