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Eine Demonstration Eine Demonstration  (AFP or licensors)

Südafrika: Bischöfe begrüßen Zumas Rücktritt

Kirchenführer, Aktivisten, die Opposition und Tausende von Menschen zeigen sich an diesem Donnerstag erleichtert über den Rücktritt des Staatspräsidenten. Die katholische Kirche begrüßt das Ende einer „verheerenden Dekade“, die den Ruf des Landes befleckt habe „und uns wirtschaftlich, institutionell und politisch zurückwarf“.

Das Parlamentsbüro der Bischofskonferenz lobte Zumas Nachfolger und bisherigen Vizepräsidenten Cyril Ramaphosa, der noch am Donnerstag in Kapstadt den Amtseid ablegen soll. Mit seiner Präsidentschaft werde hoffentlich eine „würdigere Ära“ anbrechen. Allerdings warnten die Kirchenführer auch: „Wir müssen bedenken, dass der Verfall in unserer Regierung nicht mit Zumas Amtsantritt begann und auch nicht mit seinem Rücktritt enden wird.“

Der 75-jährige Zuma hatte am Mittwochabend in einer TV-Ansprache sein Amt niedergelegt. Wie der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) mitteilt, wäre er andernfalls am Donnerstag durch ein Misstrauensvotum des Parlaments entmachtet worden. Zumas Amtszeit war von Anfang bis Ende geprägt von Skandalen und Misswirtschaft. 2014 hatte er seine Villa für 19 Millionen Euro an Steuergeldern renovieren lassen. Die Landeswährung Rand litt schwer unter wirtschaftlichen Fehlentscheidungen.

Noch am Dienstag hatte Zuma einen sofortigen Rücktritt verweigert und um drei bis sechs weitere Monate im Amt ersucht. Dies lehnte der ANC ab. Zuma ist seit 2009 Staatspräsident. Offiziell wäre seine zweite Amtszeit erst nach den Wahlen 2019 ausgelaufen.

(kna – mg)

15 Februar 2018, 15:32