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Vatican News
Oppositionsführer in Simbabwe Morgan Tsvangirai Oppositionsführer in Simbabwe Morgan Tsvangirai   (AFP or licensors)

Simbabwes Kirchen kritisieren Opposition

Simbabwes Kirchenrat (ZCC) hat die größte Oppositionspartei des Landes zu mehr Verantwortungsbewusstsein aufgerufen. Das berichten örtliche Medien am Mittwoch.

Die Religionsführer betrachten den Streit innerhalb der „Bewegung für Demokratischen Wandel“ (MDC) demnach als eine Bedrohung für Simbabwes Demokratie. Sie fürchten einen „Kollaps“ des Mehrparteiensystems.


Wie die simbabwische Zeitung „NewsDay“ berichtete, war in der MDC zuvor ein Streit um die Nachfolge von Parteiführer und Ex-Ministerpräsident Morgan Tsvangirai entbrannt. Unklar ist, welcher seiner drei Stellvertreter die Parteiführung übernimmt. Tsvangirai befindet sich wegen einer schweren Krebserkrankung im Krankenhaus in Südafrika.


Simbabwes Kirchenoberhäupter fürchten, dass eine „Implosion“ der MDC verheerende Folgen für Simbabwes Demokratie haben könnte. „Der Aufstieg und Fall der MDC als nationale Institution hat Folgen für unser gesellschaftliches Zusammenleben. Darum rufen wir euch zur Versöhnung auf, denn eine vereinte und funktionsfähige Opposition ist entscheidend als Gegengewicht zur Regierungspartei“, hieß es vom ZCC.


Simbabwes Politik befindet sich im Umbruch. Vergangenen November hatte die Armee in einem unblutigen Regierungssturz Langzeitherrscher Robert Mugabe (93) entmachtet. Übergangspräsident Emmerson Mnangagwa von der Regierungspartei ZANU-PF kündigte demokratische Wahlen zur Jahresmitte an.


(kna – pr)

 

14 Februar 2018, 14:16