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Kathedrale in Mexiko Kathedrale in Mexiko 

Mexiko: Angreifer erstach Pastoralhelfer

Eine Bluttat in einem katholischen Gotteshaus in Mexiko sorgt landesweit für Entsetzen. Ein 33-Jähriger ging laut örtlichen Medienberichten am Wochenende in Ecatepec mit dem Messer auf arglose Gottesdienstbesucher los.

Der Angreifer erstach eine Person, den in der Gemeinde tätigen Pastoralhelfer; vier weitere wurden verletzt. Der inzwischen inhaftierte Angreifer soll nach Angaben von Augenzeugen unter Drogeneinfluss gestanden sein. Das Motiv ist bislang nicht bekannt. Bischof Roberto Dominguez Couttolenc von Ecatepec reagierte schockiert und erinnerte an das biblische fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“.

Ecatepec, eine von zwei Millionen Menschen bewohnte Vorstadt in der Metropolregion von Mexiko-Stadt, wurde im Februar 2016 bekannt, als Papst Franziskus im Rahmen seiner Mexikoreise hier einen Gottesdienst feierte. Schon damals war der Veranstaltungsort als Sinnbild für „Peripherie“ und die damit verbundenen sozialen Probleme ausgesucht worden. Nach wie vor kennzeichnen die Stadt Gewalt und Kriminalität - u.a. die Entführung und Ermordung etlicher junger Frauen.

In Mexiko-Stadt rief Kardinal Norberto Rivera bei einem Gedenkgottesdienst zum Gebet für nicht nur für die Opfer des Angriffs in der Kirche auf, sondern auch für die Politiker: Vor allem an ihnen liege es, die Wirtschaft so zu gestalten, dass die verarmte Bevölkerung der Millionenstädte Chancen bekämen, aus ihrer schwierigen Situation zu entkommen.

(kap – gu)

15 Januar 2018, 15:51