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Soldaten in Mali Soldaten in Mali  (AFP or licensors)

Mali: Gewalt nimmt weiter zu

Die Gewalt islamistischer Extremisten in Mali nimmt laut Menschenrechtlern weiter massiv zu. So starben seit Jahresanfang 2018 mindestens 78 Menschen bei Terroranschlägen im Norden und im Zentrum des nordwestafrikanischen Landes, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Sonntag in Göttingen.

Malis Armee sei mit dem Schutz der Zivilbevölkerung vollkommen überfordert. „Erschwerend kommt hinzu, dass auch der Tuareg-Konflikt im Norden des Landes trotz eines im Jahr 2015 unterzeichneten Friedensvertrages noch immer nicht beendet ist", sagte GfbV-Direktor Ulrich Delius. Die EU müsse sich mehr für die Umsetzung dieser Friedensvereinbarung einsetzen, damit der islamistische Terror wirksamer bekämpft werden könne.

Am Samstag waren laut der Menschenrechtsorganisation erneut 31 Menschen zu Tode gekommen, als islamistische Kämpfer ein Militärcamp nahe der Stadt Timbuktu angriffen. Am letzten Donnerstag seien 26 Zivilisten getötet worden, als ihr Bus auf eine Mine fuhr. Auch Malis Armee habe jede Woche Opfer zu verzeichnen. Im Jahr 2017 seien im umkämpften Norden und Zentrum Malis 716 Soldaten getötet und 548 Sicherheitskräfte verletzt worden. Auch für UN-Blauhelmsoldaten sei es nirgendwo auf der Welt gefährlicher als in Mali: 21 bewaffnete Angehörige der Friedensmission Minusma und sieben zivile Angestellte der Vereinten Nationen seien 2017 kamen gewaltsam zu Tode gekommen.

(kna - cs)

28 Januar 2018, 15:35