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Irak, nach dem Anschlag Irak, nach dem Anschlag  (AFP or licensors)

Irak: Schock über Attentat in Bagdad mit 26 Toten

Bei einem Doppel-Selbstmordanschlag im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind nach amtlichen Angaben am Montag mindestens 26 Menschen getötet worden. Der Bagdader Weihbischof Shlemon Audish Warduni äußerte gegenüber der katholischen Missionspresseagentur „AsiaNews" seine Verurteilung und tiefe Betroffenheit darüber.

An sich habe sich in Bagdad in letzter Zeit „das Klima verbessert“, so Warduni. Er hoffe, dass jetzt nicht eine neue Welle der Gewalt einsetze. Um Instabilität und Spannung zu schaffen, gebe es jedoch immer Anlässe.

Dem Gesundheitsministerium zufolge brachten zwei Männer Sprengstoffwesten zur Explosion. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Der Irak hatte im Dezember die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) für besiegt erklärt. Allerdings verüben die Islamisten weiterhin Anschläge in Bagdad und anderen Teilen des Landes, von dem sie vor drei Jahren nahezu ein Drittel unter ihre Gewalt gebracht hatten.

Warduni, der als rechte Hand des Patriarchen Louis Raphael Sako gilt, äußerte gegenüber asianews auch seine Sorge über die im Mai bevorstehenden Parlamentswahlen und über den derzeit grassierenden Streit um das Budget. Die Regierung müsse endlich ein Budget beschließen, doch fehle darüber Einigkeit. „Es gibt Menschen, die die Probleme hochspielen, die Spannungen schüren und Handlungen verüben, die eine nationale Einheit verunmöglichen. Wir sehen Angriffe, die großen Schmerz verursachen, während wir für Frieden beten und darum, dass die Welt aufhört, ihre Waffen zu verkaufen.“

(kap/asianews – gu)

15 Januar 2018, 14:14