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Sr. Nathalie Becquart Sr. Nathalie Becquart 

Weltsynode: Synthese-Dokument erscheint Ende des Monats

Die beiden Untersekretäre des Generalsekretariats der Synode haben die Entscheidung des Papstes kommentiert, die Versammlung zum Thema Synodalität in zwei Sitzungen aufzuteilen: Dies erleichtere den Prozess des Dialogs und des Zuhörens, so Natahalie Becquart und Luis Marín des San Martín. Ende des Monats wird das Dokument der kontinentalen Phase, die Frucht der von den Ortskirchen übermittelten Synthesen, veröffentlicht.

Mario Galgano und Salvatore Cernuzio - Vatikanstadt

Viele hätten geantwortet. Man hatte zwar noch mehr Antworten erwartet, aber insgesamt handele es sich um einen Prozess, bei dem Frauen und Laien im Mittelpunkt vieler Synthesen stünden, so die beiden Mitorganisatoren der Weltsynode 2023. Es sollen noch zwei Sitzungen der Synode stattfinden, kündige jüngst Papst Franziskus an. Auf diese Weise soll „das Verständnis für die Synodalität als konstitutive Dimension der Kirche“ gefördert werden und allen geholfen werden, „auf einem Weg von Brüdern und Schwestern zu leben, die die Freude des Evangeliums bezeugen“.

Zum Nachhören - was die Untersekretäre zur Weltsynode sagen

Beim Angelus am 16. Oktober kündigte Papst Franziskus daher die „Aufteilung der Synodenversammlung“ in zwei Phasen, 2023 und 2024, an. In einem Gespräch mit den vatikanischen Medien kommentierten Schwester Nathalie Becquart und Monsignore Luis Marín de San Martín, die beiden Untersekretäre des Generalsekretariats der Synode, die Entscheidung des Papstes und erläuterten die Arbeit, die zur Ausarbeitung des Dokuments für die kontinentale Phase geführt hat. Dazu hatten sie sich jüngst mit Experten in Frascati bei Rom getroffen. Dieses Papier soll nun Ende des Monats als Ergebnis der Synthesen der Ortskirchen veröffentlicht werden.

„Wir haben noch einen langen Weg vor uns“, so Becquart: „Papst Franziskus sagte, dass die Synodalität Zeit braucht; zwei Sitzungen helfen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu reifen. Das Ziel dieser Synode ist die synodale Umkehr der Kirche, also ist ein Jahr nicht genug und vielleicht nicht einmal zwei, aber sicherlich kann eine längere Zeit hilfreich sein, um 'mehr' zu dem Prozess zu tun, denn die Vision dieser Synode ist wirklich ein Prozess, nicht ein einmaliges Ereignis.“

Versammlung verlängert, nicht die Synode an sich

Dem stimmt auch der zweite Untersekretär zu. Dazu sagt Marín: „Der Papst hat die Versammlung der Bischöfe verlängert, nicht die Synode, denn die Synode hat bereits begonnen, wir nehmen bereits an ihr teil. Es ist nicht wie bei der Synode über die Familie, die zwei Synoden war, sondern eine Versammlung, die in zwei geteilt wird. Ziel ist zunächst eine Vertiefung der synodalen Realität der Kirche und dann eine Weiterentwicklung der Unterscheidungskraft der Kirche, die aus dem Hören auf den Heiligen Geist entsteht. Wir sollten nicht in Eile sein und sofort Entscheidungen treffen, es ist ein Prozess, in dem die Stimme des Geistes zum Volk Gottes spricht. Es ist eine Zeit des Dialogs und des Austauschs und eine Zeit, in der wir die Vielfalt der Erfahrungen und Sensibilitäten in der Kirche bündeln, um unsere eigene Wirklichkeit zu bereichern.“

„Wir müssen weiterhin auf die Vielfalt des Volkes Gottes hören und uns gemeinsam auf den Weg machen.“

Das Generalsekretariat der Synode sprach von einer breiten Beteiligung der Gläubigen und der Diözesen. Dies beeinflusste auch die Entscheidung des Papstes, die Synodenreise zu verlängern. Becquart:

„Es ist wahr, dass wir zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche eine Synode haben, die jeden Gläubigen betrifft. Und es stimmt, dass fast alle Bischofskonferenzen eine synodale Konsultation durchgeführt haben. Ich glaube, es ist ein großer Schritt nach vorn. Wir müssen weiterhin auf die Vielfalt des Volkes Gottes hören und uns gemeinsam auf den Weg machen. Sagen wir es so, die Kirche ist noch dabei, die Synodalität zu lernen, wir stehen noch am Anfang.“

Mons. Luis Marín de San Martín
Mons. Luis Marín de San Martín

Große Resonanz

Monsignore Marín fügt hinzu: „Die Resonanz der Bischofskonferenzen war sehr groß: es gab 112 von 114 Antworten, ebenso die der Ostkirchen, 15 von 15, oder der Dikasterien der römischen Kurie, 17 von 23. Dann das geweihte Leben, die Laienbewegungen und viele andere.“

In dem Dokument, das jetzt erscheinen soll, kämen vor allem die Ortskirchen zu Wort. Die Synode sei ein zirkulärer Prozess, so die beiden Untersekretäre: „Wir hören auf das Wort des Volkes Gottes und geben dieses Wort nun an die Ortskirchen zurück. Die übermittelten Synthesen werden nicht in den Regalen landen, wir konzentrieren uns auf die kontinentalen Besonderheiten, die einen Reichtum für die ganze Kirche darstellen“, so Marín. „Wir befinden uns also an einem Punkt des Aufbruchs, nicht der Ankunft. Es ist ein wertvolles Dokument, das wir veröffentlichen werden“, erläutert er. Bis Ende des Monats, so schnell wie möglich, soll das Papier erscheinen, kündigte er an.

(vatican news)

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25. Oktober 2022, 13:53