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Radio Vatikan-Redakteure werden immer mehr im Internet präsent sein Radio Vatikan-Redakteure werden immer mehr im Internet präsent sein  (Vatican Media)

In eigener Sache: Wir werden auch ein Webradio

Radio Vatikan wird diese Woche 90 Jahre alt. Die Radiostation, entworfen und erbaut vom Radio-Pionier und Nobelpreisträger Guglielmo Marconi, im Auftrag von Papst Pius XI, startet zum Geburtstag eine neue Website und ein Webradio - auch auf Deutsch.

„Wir feiern diesen historischen Meilenstein mit Dankbarkeit für alles, was unsere Vorgänger gemacht haben und blicken gleichzeitig nach vorne. Das Radio ist ein Medium, das es geschafft hat, sich im Lauf der Zeit zu wandeln, ohne jemals seinen Wert und seinen Charme zu verlieren.“ Das  erklärt der Präfekt des vatikanischen Dikasteriums für die Kommunikation, Paolo Ruffini, an diesem Dienstag. Das Radio habe „diese schöne Eigenschaft, dass es die Herzen anspricht“, fügt er an und erinnerte an die Bedeutung, sich auf die Stimme, die man aus den Lautsprechern hört, zu konzentrieren.

Kopfkino sei heute noch beliebt. „Das Radio hat es nicht eilig. Es fragt nach Aufmerksamkeit. Heute wird Radio Vatikan auch in die Zukunft gerichtet sein, während es seine Originalität und Identität bewahrt“, erläutert der vatikanische Kommunikationschef. „Was wir feiern“, sagt Ruffini, „ist eine Geschichte, die durch praktisch das gesamte 20. Jahrhundert geht; die dem Faschismus und Kommunismus trotzte; die den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg überstanden haben; und es ist die Aussicht auf eine missionarische Zukunft, die sich auf die sanfte Kraft des gesprochenen und gehörten Wortes beruft.“

Radio Vatikan, die Wurzel von Vatican News

Radio Vatikan sei auch die starke Wurzel, aus welcher der Baum des Internetportals „Vatican News“ wachse, formulierte Ruffini. Die Internetseite, die die Entwicklung der Kirche und des Lehramtes des Papstes in 43 Sprachen und die im Jahr 2020 weltweit 250 Millionen gelesene Seiten vorzuweisen hat, werde ständig ausgebaut. Dazu zähle das in diesen Tagen entstehende Projekt des Webradios von Radio Vatikan. „Das wird es fast jedem auf der Welt ermöglichen, vom Smartphone oder Computer aus Radio Vatikan in der eigenen Sprache zu hören“, so Ruffini. Jede Sprache werde ein eigenes Radio haben, mit einem eigenen Programm und viel Musik. Das sei ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg in die Zukunft des Dikasteriums für Kommunikation, das in diesen Wochen gleich mehrere Jubiläen gefeiert hat und begehen wird: 25 Jahre der Website vatican.va im Dezember 2020; 160 Jahre Vatikanzeitung „L'Osservatore Romano“ und die 90 Jahren des Radiosenders. „Wir wollen gemeinsam die Zukunft betrachten und gestalten“, hob der Präfekt hervor.

41 Sprachen

Radio Vatikan spricht 41 Sprachen: Albanisch, Amharisch, Arabisch, Armenisch, Weißrussisch, Brasilianisch, Bulgarisch, Tschechisch, Chinesisch, Kroatisch, Ewondo, Esperanto, Französisch, Hindi, Englisch, Italienisch, Kikongo, Kinyarwanda, Kirundi, Kiswahili, Latein, Lettisch, Lingala, Litauisch, Malayalam, Malagasy, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Slowakisch, Slowenisch, Somali, Spanisch, Tamil, Deutsch, Tigrinya, Tshiluba, Ukrainisch, Ungarisch und Vietnamesisch.

„Wir feiern den 90. während einer der größten Prüfungen für die gesamte Menschheit wegen der Covid-Pandemie“, unterstreicht der verantwortliche Redaktionsleiter der vatikanischen Medien, Massimiliano Menichetti. „Unsere Mission war es schon immer, niemanden allein zu lassen und die Hoffnung der christlichen Botschaft in die Welt hinauszutragen. Wir wollen die Stimme des Papstes und die Fakten im Licht des Evangeliums verbreiten. Das fordert uns weiter heraus. Wir bieten auch den Service der Live-Übertragungen in mehreren Sprachen. Und wir haben immer wieder neue Programme, Podcasts und Hörbücher erstellt, um jedem nahe zu sein. Auf diese Weise wollen wir jeden Winkel des Planeten erreichen. Wir informieren nicht nur, sondern sammeln und erzählen auch Geschichten der Nähe, der Hilfe und der Solidarität. Wir bringen Spiritualität in die Welt und zeigen das Gesicht der Kirche und der gesamten Gesellschaft, die oft im Stillen hilft, Brücken zu bauen und alle mit im Boot zu halten.“

(vatican news – mg)

09 Februar 2021, 13:35