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Vatikanische Museen. Die Schönheit vereint uns #57

Schönheit schafft Gemeinschaft, bringt uns ferne Völker nah, vereint Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Papst Franziskus hat bei mehr als einer Gelegenheit dem Wunsch Ausdruck gegeben, die Vatikanischen Museen mögen „ein lebendiges Haus sein, in dem man merkt, dass die Kirche niemanden ausgrenzt.“ Die Universalität der Frohbotschaft wurde schon immer in die Sprache der Kunst übersetzt. Grund genug, diese Initiative entstehen zu lassen, für die die Vatikanischen Museen gemeinsam mit Vatican News verantwortlich zeichnen: die Meisterwerke der vatikanischen Sammlungen, kommentiert mit den Worten der Päpste.

Antonio del Massaro aus Viterbo; Die Gürtelspende Mariens an den hl. Thomas, Messe des hl. Gregor, Der hl. Hieronymus als Büßer; 1497, Vatikanische Museen, Vatikanische Pinakothek © Vatikanische Museen

© Musei Vaticani
© Musei Vaticani

„O Maria, schön wie der Mond, strahlend wie die Sonne,
in deren Antlitz die Seligen schauen und sich die Engel widerspiegeln;
gib, dass wir, Deine Kinder, Dir ähnlich werden.
Lass unsere Seelen einen Abglanz Deiner Schönheit und deines Eifers empfangen.
O Maria, Sonne des Himmels, erwecke das Leben wieder, wo es gestorben ist,
erleuchte den Verstand, wo Finsternis herrscht.
Du, der Du Dich vom Himmel aus im Antlitz Deiner Kinder widerspiegelst,
schenke uns einen Abglanz Deines Lichtes und Deines Eifers!
O Maria, stark wie ein Heer, verhilf uns zum Sieg.
Wir sind so schwach, und unser Feind wütet mit solchem Hochmut.
Doch unter Deinem Banner sind wir uns des Sieges über den Feind gewiss;
er kennt die Kraft Deines Fußes, er fürchtet die Majestät Deines Blickes.
Rette uns, o Maria, schön wie der Mond, herrlich wie die Sonne,
stark wie ein geordnetes Heer, das nicht vom Hass gestützt wird,
sondern von der Macht der Liebe.
Amen.“

(Pius XII. – Gebet zur Jungfrau Maria – 17. Januar 1956)

von Paolo Ondarza

(vatican news-skr)

12 Juli 2020, 09:00