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Dramatisch: Die Menschen Kenias haben nicht nur mit Corona zu kämpfen, sondern auch mit Heuschrecken und Überschwemmungen Dramatisch: Die Menschen Kenias haben nicht nur mit Corona zu kämpfen, sondern auch mit Heuschrecken und Überschwemmungen  (AFP or licensors)

Vatikan/Afrika: Nothilfe dank des päpstlichen Corona-Fonds

Im April wurde auf Wunsch von Papst Franziskus ein Corona-Nothilfefonds eingerichtet, der bei den Päpstlichen Missionswerken (POM) angesiedelt ist. Das Startkapital hatte Franziskus selbst beigesteuert. Geholfen werden soll damit Menschen, deren ohnehin schon schwere Lebensumstände durch die Corona-Krise noch härter geworden sind. In den besonders armen Regionen des Tschad und Kenias können die päpstlichen Hilfsgelder zur Linderung der Not beitragen.

Wie viele andere Diözesen in Missionsgebieten, hat auch der Tschad Gelder aus dem Nothilfefonds erhalten, mit dem Papst Franziskus Länder unterstützen will, die unter extremer Armut leiden und deren Gesundheitssysteme schon im Normalzustand überlastet und unterversorgt sind.

In der Diözese Doba mussten im Zuge der Bestimmungen, die zur Eindämmung des Virus erlassen wurden, Schulen, Kirchen, öffentliche Plätze und andere Sammelzentren geschlossen werden. Auch der Fortbestand des diözesanen Radiosenders „La Voix du Paisan“ war gefährdet. Der Sender spielt eine wichtige Rolle dabei, den Glauben und die Beziehungen zwischen den Mitgliedern der katholischen Gemeinschaft lebendig zu halten und hat auch dazu beigetragen, die Menschen in den ländlichen Gebieten – meist Analphabeten – für präventive Gesundheitsmaßnahmen zu sensibilisieren. Auch der Lebensunterhalt der Seelsorger, des Bildungs- und Gesundheitspersonals musste gesichert werden. Schließlich sind die Ressourcen der Pfarreien, die allein von den Spenden der Gläubigen abhängen, mit der Schließung der Gotteshäuser und der Einstellung der pastoralen Aktivitäten der Pfarreien praktisch auf Null gesunken.

Nicht viel besser sieht es in Kenia aus: viele Diözesen wurden von den Isolierungsmaßnahmen, die die Behörden zur Eindämmung der Pandemie verhängt haben, hart getroffen und haben um Unterstützung aus dem POM-Fonds gebeten. Mit den Geldern will man die Grundbedürfnisse der Familien und der Bedürftigsten befriedigen und Priester und Ordensleute unterstützen, die nach der Aussetzung der Messen und der pastoralen Aktivitäten keine Möglichkeit mehr haben, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Erzdiözese Nairobi: Zufluchtsort und Quelle der Hoffnung

Nairobi, die Hauptstadt Kenias und das wichtigste Geschäfts- und Handelszentrum im Land, hat besonders unter der Isolation gelitten, die die Arbeitslosigkeit verschlimmert und Zukunftsängste geschürt hat. Die Erzdiözese Nairobi ist in dieser Situation für viele Menschen zu einer Quelle der Hoffnung und zu einem Zufluchtsort geworden. Sie setzt sich für die Schwächsten und für Familien in Not ein und dehnt ihre Tätigkeit auch auf die Bewohner der Slums aus. Trotz der schnellen Reaktion der Katholiken auf die Notlage gibt es noch immer viel zu tun.

Die Diözese Lodwar, zu der ein Gebiet mit besonders unwirtlichem Klima gehört, hatte bereits vor Covid-19 mit den Folgen der verheerenden Überschwemmungen zu kämpfen, die enorme Schäden angerichtet haben. Jetzt ist sie auf Hilfe angewiesen, um die Evangelisierungsaktivität in den Pfarreien und die Unterstützung von Familien in Not sicherzustellen.

In der Diözese Kitale ist die Mehrheit der Bevölkerung arbeitslos und lebt in extremer Armut. Die beantragte Hilfe wird dort für den Kauf von Nahrungsmitteln für die Kinder armer Familien, für die Versorgung mit Wasser und den Kauf von Hygienematerial verwendet.

(fides - skr)

 

30 Juni 2020, 09:25