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Ärzte und Ärztinnen, Kranklenschwestern, Ordensleute und Priester sowie viele mehr - nämlich alle, die im Kampf gegen die Pandemie ihr Leben für andere riskieren, hat der frühere Papstsprecher, Federico Lombardi gewürdigt Ärzte und Ärztinnen, Kranklenschwestern, Ordensleute und Priester sowie viele mehr - nämlich alle, die im Kampf gegen die Pandemie ihr Leben für andere riskieren, hat der frühere Papstsprecher, Federico Lombardi gewürdigt  (AFP or licensors)

Ex-Papstsprecher Lombardi: Wenn Liebe stärker ist, als Angst

Der frühere Vatikansprecher Federico Lombardi hat diesen Dienstag all jene gewürdigt, die im Kampf gegen Covid-19 ihr Leben riskieren, um andere zu retten.

Was Mediziner, Krankenschwester und Priester alle auf diese Weise lehrten, solle die Pandemie überdauern, wünscht sich der Jesuit Lombardi – früher auch langjähriger Generaldirektor von Radio Vatikan - im dritten Eintrag seines „Krisen-Tagebuchs”, das er für die vatikanischen Medien schreibt. 

„Dankbarkeit zollen - und zwar nicht nur mit Worten - aufrichtig und von allen“

Der diesen Dienstag veröffentlichte Beitrag trägt den Titel „Das Leben geben“. Im Text erinnert Lombardi an Ärzte und Ärztinnen, Krankenschwestern, Pfleger und Pflegerinnen, Priester, Freiwillige, die im Kampf gegen die Pandemie oft selbst erkranken und auch sterben. „Es ist richtig, ihnen allen gemeinsam Dankbarkeit zu zollen und zwar nicht nur mit Worten, sondern aufrichtig und von allen“, schreibt der Jesuit. Auch wenn sich in solchen Fällen der Schmerz oft verdoppele, sei die große Schar all jener, die die Auswirkungen der Pandemie bis zum Tod tragen auch eine „Quelle der Bewunderung – und letztlich – des Trostes“.

„Pflichtbewusstsein, das von Liebe getrieben ist, die stärker ist, als Angst“

Lombardi würdigt so all jene Menschen, die angesichts großer Not ihrer „religiösen, dienstlichen oder persönlichen Berufung folgen und ihr eigenes Leben für andere riskieren“. Und er betont: „Wer sich des Risikos nicht entzieht, tut das nicht leichtfertig, sondern aufgrund eines Pflichtbewusstseins, das von Liebe getrieben ist, die stärker ist, als Angst.“

Selbstlose Hilfe - auch schon vor der Pandemie

Der frühere Vatikansprecher bezieht sich dabei nicht nur auf die Covid-19 Pandemie, sondern erinnert etwa auch an alle Helfer, die nach dem schrecklichen Attentat des 11. Septembers 2001 ihr Leben für andere ließen: Von den rund 3.000 Menschen, die bei dem Attentat starben, waren mehr als 300 Feuerwehrleute, die bei Einsätzen starben. So, wie damals die Feuerwehrleute offensichtlich an der Front waren, seien es nun die „zahlreichen Mediziner, Krankenschwestern und Freiwilligen in allen möglichen Bereichen, die sofort mit großer Selbstlosigkeit zur Hilfe eilen, und nicht eine Minute damit verlieren, an sich selbst zu denken“, so Lombardi.

„Immer sind wir auch Zeugen wunderbarer spontaner Solidarität geworden, die keine Nutzen-Risiko-Rechnung anstellte“

Die Liste der positiven Beispiele sei lang – etwa mit Blick auf Naturkatatstrophen wie Erdbeben, Hochwasser und ähnliches. „Immer sind wir auch Zeugen wunderbarer spontaner Solidarität geworden, die keine Nutzen-Risiko-Rechnung anstellte...Das zeigt: Wo viel sehr Leid ist...da gibt es auch sehr viel Liebe.“

So wie Viren ist auch Liebe „ansteckend"

Der Jesuit zitiert in seinem Beitrag auch aus dem Johannesevangelium (Joh 15, 13), in dem es heißt: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ Dies sei zugleich mit dem Auftrag an alle verbunden, sich von Egoismen zu verabschieden: „Pandemie, Zeit großen Leids – Zeit großer Chancen für große Liebe“ formuliert es Lombardi.

„Pandemie, Zeit großen Leids – Zeit großer Chancen für große Liebe“

Schließlich könnten nicht nur Viren, sondern auch die Liebe ansteckend sein. „Das Beispiel der Ärztinnen und Ärzte, der Krankschwestern, Pfelger und Pfelgerinnen, Priester und all jener, die für die Kranken bereit sind, ihr eigenes Leben zu opfern, ist eine der wichtigsten Lektionen, die diese Zeiten uns lehren müssen.“ Ohne diese Lektion aus der Krise gälten auch alle weiteren kaum etwas, so Federico Lombardi im dritten Eintrag seines „Krisen-Tagebuchs“ für die vatikanischen Medien.

(vatican news – sst) 

 

21 April 2020, 15:56