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Heilige auf Glasfenstern einer Kirche Heilige auf Glasfenstern einer Kirche 

Vatikan billigt neue Gebete und Heiligenfeste für „alte Messe“

Der Vatikan hat sieben neue Präfationen für die Messfeier in der außerordentlichen Form des römischen Ritus gebilligt. Die Glaubenskongregation veröffentlichte an diesem Mittwoch ein entsprechendes Dekret. Ein zweites Dekret regelt die Feiern für Heilige, die erst nach 1960 kanonisiert wurden, in der außerordentlichen Form.

Vier der neu approbierten Gebetsformeln wurden dem Messbuch der ordentlichen Form des römischen Ritus entnommen, stammen aber im Kern aus antiken liturgischen Quellen, heißt es in einem erklärenden Text der Glaubenskongregation. Bei den übrigen drei Präfationen handelt es sich um Gebete, die vor der Liturgiereform allgemein gebräuchlich und danach in französischen und belgischen Bistümern erlaubt waren. Von nun an können sie überall in der Messfeier der außerordentlichen Form verwendet werden.

Darüber hinaus ermöglichte die Glaubenskongregation die Feiern für erst nach 1960 kanonisierte Heilige in der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Das alte Heiligenbuch war bisher durch die im Jahr 1962 geltenden liturgischen Bücher bestimmt, weshalb später kanonisierte Heilige darin fehlten.

Benedikt XVI. erlaubte Messe nach alten Büchern wieder allgemein

Papst Benedikt XVI. hatte das Feiern der sogenannten „alten Messe“ mit seinem Motu Proprio „Summorum Pontificum" von 2007 wieder breit zugelassen. Die Liturgie nach den Büchern von 1962 - mit einigen wenigen Aktualisierungen - heißt seither „außerordentliche Form des römischen Ritus“ und wird von einer kleinen, doch wachsenden Zahl traditionsverbundener katholischer Gläubiger bevorzugt. Der römische Ritus ist der am weitesten verbreitete der 23 verschiedenen Gottesdienstriten der katholischen Kirche.

Das Dekret über die neuen Präfationen für die außerordentliche Form des römischen Ritus trägt den Titel „Quo magis", jenes für die liturgischen Feiern zu Ehren der Heiligen heißt „Cum sanctissima". Beide tragen das Datum 22. Februar 2020 und wurden an der Glaubenskongregation erarbeitet. Dort ist eine eigene Abteilung für die traditionsorientierten Gläubigen und ihre Gemeinschaften zuständig. Sie hat auf Wunsch von Papst Franziskus die Agenden der früheren, ebenfalls der Glaubenskongregation angegliederten Kommission Ecclesia Dei übernommen.

(vatican news - gs)

25 März 2020, 12:54