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Papst erneuert Spitze der Vatikan-Finanzaufsicht

Papst Franziskus hat einen Nachfolger für René Brülhart als Präsident der vatikanischen Finanzaufsichtsbehörde AIF ernannt. Der Name wird aber erst nach der bevorstehenden Asienreise des Papstes bekannt gegeben, teilte das vatikanische Presseamt an diesem Montag mit.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Die Amtszeit des Schweizers René Brülhart wird nicht verlängert. Der Papst danke ihm „für seine Verdienste in den letzten Jahren“, heißt es in der Medienmitteilung. Bei dem Nachfolger handle sich um „eine Persönlichkeit mit hohem fachlichen Profil und anerkannter Kompetenz auf internationaler Ebene“.

Der Amtsantritt des neuen AIF-Präsidenten ist nach der Rückkehr des Papstes von der Apostolischen Reise nach Thailand und Japan am 26. November vorgesehen. Erst dann werde auch sein Name bekanntgegeben, was „bisherigen institutionellen Verpflichtungen des Betreffenden" und der Abklärung einiger interner Vatikanverfahren geschuldet sei, fügte Vatikansprecher Matteo Bruni hinzu. Der Antritt von Brülharts Nachfolger werde „die Kontinuität des institutionellen Handelns der AIF zum jetzigen Zeitpunkt bei besonderen internen und internationalen Verpflichtungen gewährleisten“, heißt es in der Mitteilung.

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Ende des Mandats

Brülhart war fünf Jahre lang Präsident der vatikanischen Finanzaufsicht, sein Mandat endet an diesem Montag. Der 47-jährige Anwalt stammt aus dem zweisprachigen Kanton Fribourg und war im November 2012 von Papst Benedikt XVI. zunächst als Direktor der damals neu eingerichteten vatikanischen Finanzaufsichtsbehörde eingesetzt worden. Davor war Brülhart acht Jahre lang in der Geldwäschebekämpfung im Fürstentum Liechtenstein tätig gewesen.

Ende Mai dieses Jahres teilte der vatikanische Pressesaal mit, dass Brülhart „weder direkt noch indirekt in der Schweiz oder im Ausland angeklagt oder strafrechtlich verfolgt“ werde. Die Klarstellung folgte auf Veröffentlichungen von Schweizer Medienberichten, die über angebliches juristisches Fehlverhalten Brülharts berichteten. In der Mitteilung aus dem Vatikan hieß es weiter, Brülhart nehme „keine Exekutivfunktion“ ein. Der Schweizer sei in seinen Funktionen „nicht an den operativen Aktivitäten der Finanzen“ im Vatikan beteiligt.

Einrichtung aus Benedikts Zeiten

Die vatikanische Finanzaufsichtsbehörde AIF ist die sogenannte „Financial Intelligence Unit“ – also Anti-Geldwäschekontrollstelle der Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. gründete die Behörde am 30. Dezember 2010 durch einen Erlass. 

(vatican news)

18 November 2019, 12:52