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Schweizergardisten beim Joggen in den Vatikanischen Gärten. Schweizergardisten beim Joggen in den Vatikanischen Gärten. 

Italien/Vatikan: Joggen für den Frieden

Läufer aus aller Welt werden am 22. September zum interreligiösen Halbmarathon „Via Pacis“ in Rom erwartet. Bei der dritten Auflage des Laufs gehen von katholischer Seite unter anderem ein Bischof und eine Ordensfrau an den Start. Organisiert wird er nicht nur von der Stadt Rom und dem Päpstlichen Kulturrat, sondern auch von dem zu Jahresbeginn gegründeten ersten Vatikanischen Sportverein „Athletica Vaticana“. Dies teilte der Kulturrat am Dienstag mit.

Die Halbmarathonstrecke über 21,1 Kilometer beginnt und endet auf der Via della Conciliazione, die zum Petersplatz führt. Bei dem Rundlauf der „Via Pacis“ (Friedensweg) werden etwa die Moschee und die Synagoge Roms sowie christliche Kirchen passiert. Geplant ist zudem ein Volkslauf von fünf Kilometern.

Erster vatikanischer Sportverein gegründet

Die „Athletica Vaticana“ versteht sich nicht nur als Sportverein. Durch ihre Teilnahme an Wettkämpfen wollen die Sportler laut eigener Aussage auch zu „Dialog, Freundschaft, Versöhnung und Solidarität“ beitragen. Einige von ihnen nahmen etwa im Mai am „Wittenberger Nachtlauf“ teil.

Der Vatikan-Sportverein plant zudem ein Netzwerk von „Marathon-Messen“, die jeweils am Vorabend internationaler Marathonläufe gefeiert werden sollen, so in Berlin und Valencia. „Athletica Vaticana“ hat auch ein Gebet für Marathonläufer verfasst, das in 37 Sprachen übersetzt wurde und vor den Läufen verteilt werden soll.

Auch ein Bischof läuft mit

Der vatikanische Sportverein entstand aus einer im September 2017 gegründeten Sport- und Laufgruppe. Sie nahm damals am Friedenslauf in Rom teil. Jüngstes Mitglied des Teams ist laut Vatikan ein 19-jähriger Schweizergardist, das älteste eine 62-jährige Angestellte der Vatikan-Bibliothek. Auch ein Bischof und eine Ordensfrau sind unter den Läufern. Insgesamt zählt der Verein nach eigener Angabe rund 70 Mitglieder aus 18 Ländern. Ehrenmitglieder sind zwei muslimische Migranten und zwei junge Menschen mit Behinderung.

Weitere Informationen zum römischen Halbmarathon gibt es HIER.

(KAP – tg)

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04. September 2019, 11:51