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Kardinal Giovanni Angelo Becciu Kardinal Giovanni Angelo Becciu  (AFP or licensors)

Kardinal Becciu an Malteser: Mitgliedschaft kein Privileg, sondern Aufgabe

Die Malteser sollten nicht in Standesdünkel verfallen. Diese Warnung kam an diesem Montag von Kardinal Giovanni Angelo Becciu, Präfekt der Selig- und Heiligsprechungskongregation und Sonderbeauftragter für den Malteserorden. Er äußerte sich bei der heiligen Messe zum Festtag des Ordenspatrons, Johannes des Täufers, am 24. Juni.

Dem Gründungscharisma treu bleiben

Die Mitgliedschaft im Malteserorden sei also kein Privileg, das man stolz vor sich hertragen sollte, sondern ein Ehrentitel und ein Geschenk, unterstrich der Kardinal weiter: „ Ein Mitglied darf nicht sich selbst und die erreichten Erfolge bewundern, sondern es muss sich täglich anstrengen, um sich dem Charisma anzunähern und sich durch den inneren Zwang verausgaben, kohärent die ihm eigenen Charakteristiken zu leben: tuitio fidei und obsequium pauperum („Verteidigung des Glaubens und Dienst an den Armen“),” betonte Becciu mit Blick auf das Ordensmotto.

Jeder der Anwesenden solle sich persönlich darüber befragen, ob er vor Gott dazu beitrage, das Gründercharisma des Ordens hochzuhalten und die laufenden Reformbestrebungen zu unterstützen, so der Kardinal weiter: Diese Mission müsse auf „reine, großzügige, uneigennützige, kirchentreue und gotteserfüllte Menschen“ zählen können, schrieb er den meist adligen Mitgliedern des Malteserordens ins Stammbuch. Kardinal Becciu war im Nachgang zu Konflikten zwischen der ehemaligen Ordensleitung und dem Vatikan von Papst Franziskus damit beauftragt worden, tiefgreifende Reformen im Orden anzustoßen und zu begleiten.

(vatican news - cs)

 

25 Juni 2019, 11:43