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Vatikan: Bischofskonferenzen sollen neue Kurienverfassung prüfen

Die neue Apostolische Verfassung, die der Kardinalsrat zusammen mit Papst Franziskus erarbeitet hat, geht nun an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen, Ordensoberen und Verantwortlichen der römischen Kurie mit der Bitte, den Text zu prüfen. Das teilte der kommissarische Vatikansprecher Alessandro Gisotti zum Abschluss der Arbeit des Beratergremiums mit, das sich diese Woche im Vatikan getroffen hat.

Mario Galgano – Vatikanstadt

„Predicate evangelium“, so lautet der vorläufige Titel der neuen Vatikan-Konstitution, die das Grundgesetz „Pastor bonus“ ersetzen soll. Daran arbeiten die beratenden Kardinäle seit Monaten. Auch einige päpstliche Universitäten werden bei der Überprüfung des Textes zu Rate gezogen, wie das vatikanische Presseamt an diesem Mittwoch bekannt gab. Bei den Beratungen in dieser Woche nahm auch Papst Franziskus persönlich teil.

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Weitere Themen, die während der Arbeitssitzungen angesprochen wurden, waren die missionarische Ausrichtung, die die römische Kurie angesichts der neuen apostolischen Verfassung einnehmen sollte. Es ging auch um die Verpflichtung, den Prozess der Synodalität in der Kirche auf allen Ebenen zu stärken, hieß es in der Vatikannote. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit einer stärkeren Präsenz der Frauen in Führungsfunktionen in Gremien des Heiligen Stuhls. Es wurde auch wiederholt, dass der Kardinalsrat ein Organ der Kirche sei, das die Aufgabe habe, den Papst „bei der Leitung der Universalkirche zu unterstützen“, und daher ende seine Funktion nicht mit der Veröffentlichung der neuen Apostolischen Verfassung.

Am Dienstag hatte Kardinal Seán Patrick O'Malley dem Papst und dem Rat die Arbeit der Plenarversammlung der Päpstlichen Kommission für den Kinderschutz erläutert. Die Mitglieder dieser Kommission trafen sich vergangene Woche im Vatikan.

Kardinal O'Malley dankte dem Papst für das Vatikan-Treffen im vergangenen Februar zum Thema „Kinderschutz in der Kirche“ und die jüngste Veröffentlichung der Normen für den Staat der Vatikanstadt, die das Engagement der Kirche gegen alle Formen des Missbrauchs von Kindern und schutzbedürftigen Erwachsenen stärken, so der US-Kardinal. Die nächste Sitzung des Kardinalsrates findet am 25., 26. und 27. Juni 2019 im Vatikan statt.

(vatican news)

10 April 2019, 14:45