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Papst Franziskus und Mariella Enoc Papst Franziskus und Mariella Enoc  (Vatican Media)

Vatikankrankenhaus „Bambino Gesu“ kommt wieder auf die Beine

Die Leiterin des päpstlichen „Bambino Gesu“-Krankenhaus sieht die Einrichtung nach dem Finanzskandal unter ihrem Vorgänger mittlerweile auf einem guten Weg. Die Organisation ist neu aufgestllt worden und Expansionspläne laufen.

Die Leiterin der päpstlichen Kinderklinik „Bambino Gesu", Mariella Enoc, sieht das Krankenhaus nach einer Phase des Missmanagements auf einem guten Weg. Trotz guter wissenschaftlicher und gesundheitlicher Arbeit gab es „ein großes Führungs- und Imageproblem", erklärt sie am Freitag im Interview der Nachrichtenagentur „Kathpress“. Darum seien zwar viele übernommene Mitarbeiter weiterhin im Dienst, die Gesamtorganisation sei jedoch erneuert worden.

Krankenhaus weiter auf Expansionskurs

Des Weiteren gebe es Expansionspläne: „Wir planen ein Institut für Tumore und Transplantationen in Rom; die Arbeiten für ein Kinder-Palliativ-Zentrum laufen. Gleichzeitig vergrößern wir den Sitz in Palidoro und haben weitere Räume für die Forschung erworben." Sie habe Erfahrung darin, katholische Krankenhäuser oder Kongregationen mit teilweise großen Finanzproblemen „wieder auf die Beine zu bringen", betont die Mangerin.

Große Verluste durch Vorgänger

Enocs Vorgänger im Amt, Giuseppe Profiti, war 2017 vom Vatikangericht wegen Amtsmissbrauch zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt worden. Ihm wurde vorgeworfen, Stiftungsgelder der Klinik für die Renovierung der Privatwohnung eines Kardinals bereitgestellt zu haben. Laut Medienberichten verbuchte Enoc als seine Nachfolgerin 328.000 Euro als Verlust. Der Verbleib des Geldes ist unklar.

Am 19. März feiert das über die Grenzen Italiens hinaus bekannte Kinderkrankenhaus sein 150-jähriges Bestehen.
 

(kap - ap)

09 März 2019, 11:29