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Alessandro Gisotti, Leiter des vatikanischen Presseamtes Alessandro Gisotti, Leiter des vatikanischen Presseamtes  (ANSA)

Vatikan: Es bleibt dabei, Francos Überreste betreffen Spanien

Der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, Alessandro Gisotti, hat auf Anfragen zu den Überresten des früheren spanischen Regimeführers Francisco Franco an diesem Samstag reagiert. Gisottis Antwort: „Zur Beisetzung der Überreste Francos habe ich nichts anderes zu sagen als das, was der Heilige Stuhl bereits gesagt hat, nämlich dass die Frage seine Familie, die spanische Regierung und die Ortskirche betrifft.“

In Spanien wird weiter darüber gestritten, was mit den Gebeinen Francos passieren soll. Vor wenigen Tagen wehrte sich ein bedeutender Benediktikerpater dagegen, dass die sterblichen Überreste aus einem prunkvollen Monument entfernt werden. Die Gebeine von Francisco Franco (1892-1975) sollen dort bleiben, wo sie sind, sagt Santiago Cantera, Prior der für die Verwaltung der franquistischen Gedenkstätte „Valle de los Caidos“ zuständigen Benediktinerabtei. Er werde der Regierung den Zugang zu dem Gelände nicht erlauben, schrieb der Geistliche laut einem Bericht der Tageszeitung „El Pais“ in einer entsprechenden Mitteilung.

Die sozialistische Regierung in Madrid setzt sich seit Monaten – gegen den Willen der Angehörigen – für eine Umbettung des „Caudillo“ ein. Seine Gebeine sollen nach dem Willen der Sozialisten an einen schlichteren Ort verbrachten werden. Zahlreiche rechtliche Hürden erschweren jedoch das Vorhaben. Zudem gibt es erhebliche Widerstände in der spanischen Bevölkerung.

(vatican news – mg)

05 Januar 2019, 17:37