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Vatikan: Verlassene Kirchen sollen nicht Pubs oder Discos werden

Zum Abschluss einer internationalen Konferenz an der Päpstlichen Universität Gregoriana über die Richtlinien für verlassene und nicht mehr genutzten Kirchen haben die Organisatoren dazu aufgerufen, sich des Problems bewusster zu werden.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Unter dem Titel: „Gott lebt hier nicht mehr?“ haben die Organisatoren an der Gregoriana über die in vielen westlichen Ländern gesprochen, in denen es Kirchgebäuden gibt, die nicht mehr als solche verwendet werden und womöglich sogar verkauft werden. Es sei notwendig zu vermeiden, dass sie nach der Entweihung nicht zu Kneipen oder Diskotheken werden.

Zu Beginn der Veranstaltung haben Delegierte verschiedener Bischofskonferenzen ein Dokument mit dem Titel: „Die Beseitigung und Wiederverwendung von Kirchen“ genehmigt. Die Leitlinien bestehen aus fünf Kapiteln und Empfehlungen, die in den kommenden Wochen vom Päpstlichen Rat für Kultur veröffentlicht werden sollen.

Verschiedene Sichtweisen eingebracht

Die Berichte bei der Konferenz verdeutlichten das Problem aus soziologischer, kirchenrechtlicher, technischer, architektonischer und kunsthistorischer, konservativer und museologischer Sicht. Die Berichte der Delegierten der nationalen Bischofskonferenzen Europas, Nordamerikas und Australiens in der Nachmittagssitzung fanden hinter verschlossenen Türen statt. Es sei ein „ziemlich vollständiger Überblick über die Vielfalt der in den verschiedenen Ländern herrschenden Situationen“ ersichtlich worden, so die Organisatoren. Der Wandel in der demographischen und sozialen Situation und in der religiösen Praxis habe die Zahl der Kirchen an einigen Orten überhöht, was eine andere Nutzung erforderlich mache. Nach Ansicht der Konferenz könnte diese Situation eine Gelegenheit für eine „Wertschätzung des kulturellen Erbes“ sein, auf das die Kirche nicht verzichten dürfe. Es wurde auch eine Botschaft von Papst Franziskus verlesen.

(vatican news)

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01. Dezember 2018, 15:53