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Beim UNO-Gipfel in Marrakesch Beim UNO-Gipfel in Marrakesch  (ANSA)

Vatikan-Staatssekretär: Setzen Hoffnung auf UN-Migrationspakt

Der Vatikan hofft auf positive Folgen des am Montag angenommenen UN-Migrationspakts. „Wir freuen uns auf seine Umsetzung und das Versprechen einer nachhaltigen, freiwilligen und würdevollen Migration", sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Montag in Marrakesch.

In der Stadt in Marokko hatte der Großteil der UN-Mitgliedstaaten das Abkommen gebilligt. Ihre Zustimmung verweigerten unter anderem die USA, Australien, Österreich und Ungarn. Der Heilige Stuhl hatte maßgeblich an dem Pakt mitgearbeitet.

Parolin ist als Kardinalstaatssekretär ranghöchster Vertreter des Vatikan nach dem Papst. Parolin sprach von einem „kritischen Moment in der Geschichte", da viele Menschen gezwungen seien, ihr Zuhause zu verlassen. Der Migrationspakt versuche, dabei zu helfen, Krisen und Tragödien zu vermeiden und Migration zu steuern. Es gehe um vier Schlüsselthemen: aufnehmen, schützen, fördern und integrieren.


Am besten multilateral 


Den enormen Herausforderungen der Migration könne aus Sicht des Heiligen Stuhls am besten multilateral begegnet werden, sagte Parolin weiter. Er sprach allerdings auch von Bedenken, da der Text des Abkommens nicht an allen Stellen die Menschenwürde vollumfänglich anerkenne.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in Marrakesch, das Problem von illegaler Migration sei nur durch multilaterale Zusammenarbeit zu lösen. Deutschland habe als Land, das Fachkräfte brauche, ein Interesse an legaler Einwanderung. Im Streit um den Pakt gehe es „um nicht mehr und nicht weniger als um die Grundlagen unserer internationalen Zusammenarbeit". 

(kna – gs)

 

10 Dezember 2018, 17:27