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Franziskus am Donnerstag bei der Bischofssynode Franziskus am Donnerstag bei der Bischofssynode 

Synode: „Man spürte ein konstruktives Klima in der Aula“

Die Bischofssynode zum Thema Jugend ist gut gestartet: Davon ist der Salesianer Rossano Sala überzeugt. Der Sondersekretär der Synode sagte am Donnerstag zu Vatican News, man habe „in der Aula ein positives, konstruktives Klima gespürt“.

Papst Franziskus habe mit seinen einleitenden Worten vorgegeben, dass es der Kirche mehr ums Zuhören gehen müsse. „Da ist uns klargeworden, dass die Kirche schlecht zuhört, dass sie etwas zuviel redet… Vielleicht hängt die Tatsache, dass die Kirche jungen Leuten schlecht zuhört, damit zusammen, dass sie auch auf Gott nicht genug hinhört. Wir reden so viel von Gott, aber vielleicht nicht genug mit Gott. Das führt zu einem Mangel an Glaubwürdigkeit. Wir müssen erst mit Gott sprechen und dann über ihn – sonst sind wir nicht sehr glaubwürdig.“

Das sind heute nicht mehr die 68er…

Für Pater Sala muss sich die Kirche beim Kopfzerbrechen über das Thema Jugend dringend von „vorgefertigten Kategorien“ lösen. „Wenn wir an Jugendliche denken, haben wir meistens das Klischee der jungen Leute von 1968 im Kopf. Wir sollen aber auf die jungen Leute hören, so wie sie heute sind!“ Jede Generation sei anders und habe ihr eigenes Recht. Die heutige junge Generation findet der Salesianer „sehr fragmentiert, unter Dauer-Bombardement von tausend Dingen…“

Der Rest ist Schweigen

Der Sondersekretär der Bischofssynode weist darauf hin, dass auch das Bischofstreffen eine gewisse Gefahr des „Dauer-Bombardements“ eingeht. Darum habe der Papst ja verfügt, dass es nach fünf Wortmeldungen jeweils drei Minuten Schweigen geben soll. Für Sala „ein sehr mutiger und prophetischer Schritt“. „Das ist das erste Mal, dass man so etwas macht. Mal sehen, wie die Synodenväter das umsetzen werden…“

(vatican news – sk)
 

04 Oktober 2018, 14:20